„200 Baumfällungen in Lankwitz sind Ergebnis von Politikversagen“
Zum heutigen Beginn der Baumfällungen an der Leonorenstraße in Lankwitz erklärt Franziska Brychcy (MdA) und Bezirksvorsitzende der LINKEN. Steglitz-Zehlendorf:
„Die Rodung von 200 zum Teil sehr wertvollen Bäumen ist Ergebnis von Politikversagen auf mehreren Ebenen“, so Brychcy. „Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat sich lange geweigert, geeignete Standorte für Flüchtlingsunterkünfte zu benennen, sodass kürzlich erst rund 300 Geflüchtete aus bezirklichen Turnhallen in mobile Unterkünfte nach Marzahn-Hellersdorf gebracht werden mussten. Nun Krokodilstränen zu verdrücken und zu behaupten, dass man die Baumfällung in Lankwitz ja leider nicht verhindern könne, ist scheinheilig,“ kritisiert die Abgeordnete. „Der Bezirk war nicht gewillt, sich für eine langfristige, alternative Bauplanung der modularen Unterkünfte unter Erhalt des Baumbestandes einzusetzen, z. B. indem die Parkanlage per Bebauungsplan geschützt und dann von Senior_innen, Geflüchteten und Anwohner_innen gemeinsam genutzt wird, moniert Brychcy.
Auch unterstützt die Senatsverwaltung für Finanzen offensiv die Verwertungsinteressen von Vivantes, das nicht mehr betriebsnotwendige Gelände profitabel an das Land zurück zu verkaufen. „Etwaige Interessensverflechtungen müssen hier unbedingt transparent gemacht werden!“ fordert die Abgeordnete.
„Letztlich sind Bezirk und Land gemeinsam in der Verantwortung, vorausschauend und langfristig Wohnraum für Geflüchtete und viele andere Bedarfsgruppen zu schaffen, damit ein solches Dilemma wie hier, wertvolle Grünflächen für dringend benötigte Unterkünfte roden zu müssen, in Zukunft nicht mehr entsteht,“ beharrt Franziska Brychcy.