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KEIN FRIEDEN MIT DER NATO

von Anti-Siko

Stoppt den Konfrontationkurs und die neue NATO-Aufrüstung

Auf der sogenannten Sicherheitskonferenz (SIKO) geht es – entgegen der Selbstdarstellung der Veranstalter – weder um Sicherheit noch um Frieden auf dem Globus.

Die SIKO ist eine Versammlung wirtschaftlicher, politischer und militärischer Machteliten vor allem aus den NATO- und EU-Staaten, die sich über Strategien zur Aufrechterhaltung ihrer globalen Vorherrschaft und über gemeinsame Militärinterventionen verständigen.

Vor allem aber ist die SIKO ein medienwirksames Propaganda-Forum zur Rechtfertigung der NATO, ihrer Milliarden-Rüstungsausgaben und ihrer auf Lügen aufgebauten völkerrechtswidrigen Kriegseinsätze, die der Bevölkerung als „humanitäre Interventionen“ verkauft werden.

Bundespräsident Gauck nutzte die SIKO 2014 als Tribüne zur Werbung für eine stärkere deutsche Kriegsbeteiligung. Deutschland müsse sich „früher, entschiedener und substanzieller“ militärisch engagieren. Außenminister Steinmeier und Kriegsministerin von der Leyen stießen ins selbe Horn. Für die herrschende Machtelite ist die angebliche „militärische Zurückhaltung“ längst ein Relikt der Vergangenheit.

Die neue Großmachtpolitik Deutschlands – getarnt als „weltpolitische Verantwortung“ – ist inzwischen Bestandteil einer offensiven Propaganda-Kampagne staatstragender Politiker und Medien und Richtschnur deutscher Außenpolitik. Dabei wird selbst die Unterstützung der von Faschisten durchsetzten Kiewer Regierung akzeptiert.

Mit der NATO gibt es keinen Frieden

Als militärischer Arm der reichsten westlichen kapitalistischen Staaten ist die NATO eine Kriegsallianz zur globalen Durchsetzung von deren wirtschafts- und machtpolitischen Interessen. Sie ist eine Bedrohung für die ganze Menschheit. Sie garantiert eine Weltordnung, in der 1% der Menschen 40% des Weltvermögens besitzen; eine Wirtschaftsordnung, die sich durch Ausbeutung von Mensch und Natur am Leben hält und zugleich die menschlichen Lebensgrundlagen zerstört.

Nach dem Scheitern der NATO im Irak, in Afghanistan und Libyen wird jetzt Russland als Feindbild wiederbelebt und ein brandgefährlicher Konfrontationskurs in Gang gesetzt: Durch Errichtung und Ausbau von NATO-Militärstützpunkten in den osteuropäischen Ländern, Aufstellung einer 4000 Mann starken „Schnellen Eingreiftruppe“, militärischer Aufrüstung Kiews, NATO-Truppenmanöver in der Ukraine und Ausbau der NATO-Raketenabwehr. Nicht zuletzt versucht die NATO unter Verweis auf den neuen Gegner, noch höhere Rüstungsausgaben zu rechtfertigen und durchzusetzen.

Kapitalismus und Krieg – zwei Seiten einer Medaille

Je mehr sich die Krisen des neoliberalen Kapitalismus häufen, desto brutaler werden die Profitinteressen von Konzernen, Banken und der Rüstungsindustrie durchgesetzt – ökonomisch mit dem geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommen EU/USA (TTIP) – und nicht zuletzt auch mit militärischer Gewalt.

Gleichzeitig ist Deutschland seit Jahren unter Bruch der Verfassung nicht nur die militärische Drehscheibe für die Aggressionskriege der USA und der NATO, sondern an diesen Kriegen direkt und indirekt beteiligt. Nach wie vor ist Deutschland drittgrößter Waffenexporteur der Welt.

Die Bilanz imperialer Machtpolitik:
Zehntausende Tote, Hunger und Not, Zerstörung von Umwelt und Infrastruktur, Erstarken des IS-Terrors – und damit namenloses Elend mit Millionen von Flüchtlingen, gegen die sich Europa durch ein tödliches Grenzregime abschottet.

Wir erklären den selbsternannten „Weltherrschern“, die zur SIKO nach München kommen und den Regierungschefs beim G7-Gipfel im Juni 2015 in Elmau: Ihr seid hier und überall auf der Welt unerwünscht.

Wir sind Teil einer weltweit wachsenden Bewegung, die eine Zukunft ohne Rüstung und Krieg mit gleichwertigen Lebensbedingungen aller Menschen anstrebt. Für Frieden und Gerechtigkeit in einer Welt ohne Ausbeutung von Mensch und Natur.

NO JUSTICE - NO PEACE
Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden

Kommt zur Demonstration in München
am Samstag, 7. Februar 2015 um 13:00 Uhr -Marienplatz

Interview mit Reiner Braun:
NATO-Sicherheitskonferenz München Februar 2015
www.youtube.com/watch?v=hfPc99u7uwA&feature=youtu.be

http://sicherheitskonferenz.de/de/Aufruf-SiKo-Proteste-2015

www.friedenskonferenz.info

Internationale Münchner Friedenskonferenz vom 6.2. bis 8.2. 2015

Digitale Pressemappe mit allen Daten und Informationen

Programm der Internationalen Friedenskonferenz 2015 - (Stand 26.1. 2015)

Do. 5.2., 19.30 Uhr, DGB- Haus, Schwanthalerstr. 64:                 
Vortrag und Diskussion

Spielt die Friedensbewegung keine Rolle in den Leitmedien?

Dr. Uwe Krüger Leipzig

Autor von „Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten“.
Einführung und Moderation: Thomas Rödl, DFG-VK

Fr. 6.2., 19.00 Uhr, Altes Rathaus, Marienplatz,

Eingang in der Passage; Einlaß ab 18.00 Uhr, Kartenreservierung nicht erforderlich

Internationales Forum

Dr. Susanne Luithlen, Forum Ziviler Friedensdienst:
Gewaltfreier Widerstand ist erfolgreich

Prof. Dr. Joachim Bauer,  Freiburg                       
Gewalt ist kein Naturgesetz

Menschliche Aggression und Friedenskompetenz aus Sicht der Hirnforschung
Autor von „Prinzip Menschlichkeit“ und „Schmerzgrenze“

Dr. Karl Grobe-Hagel,  Frankfurt                           
Zivile Alternativen im Ukraine-Konflikt

Journalist, ehemaliger Redakteur der Frankfurter Rundschau

Grußwort der Landeshauptstadt München: Beatrix Zurek

Clemens Ronnefeldt, Freising    Moderation

Friedensreferent des Internationalen Versöhnungsbundes

Musikalische Umrahmung: Laye Mansa 

Sa. 7.2., 10.00 – 12.30 Uhr, DGB- Haus, Schwanthalerstr. 64:     
Gesprächsforum
mit den ReferentInnen vom Vorabend

Sa. 7.2., 19.00 Uhr, DGB- Haus, Schwanthalerstr. 64:                 
Aktuelle Runde
Schutzverantwortung (Responsibility to Protect)
Herrschaftskonzept oder ein Weg zur Sicherung der Menschenrechte? 

Wenn Staaten ihre BürgerInnen nicht schützen können und Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder gar Völkermord geschehen, trüge die Staatengemeinschaft die Verantwortung und hätte das Recht, militärisch einzugreifen - so die einen.

Nein, sagen die anderen: mit dieser Argumentation solle eine kriegsunwillige Bevölkerung dazu gebracht werden, Kriege mit Beteiligung der Bundeswehr zu akzeptieren. Die Schutzverantwortung sei nur ein Propagandamuster, das der militärischen Machtpolitik Vorschub leiste.

PodiumsteilnehmerInnen:

Dr. h.c. Hans Christoph von Sponeck, ehemaliger UN-Beauftragter für den Irak, Müllheim

Claudia Haydt, Informationsstelle Militarisierung, Tübingen

Andreas Zumach, Journalist, Genf

Felix Pahl, B90/Die Grünen, Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft "Frieden" der Grünen

Moderation: Regina Hagen

Grußwort: Simone Burger, DGB- Region München

Sonntag 8.2., 11.30 Uhr:                               
Friedensgebet der Religionen

Gemeindesaal der Ev. Kreuzkirche, München-Schwabing, Hiltenspergerstr. 55, nähe Hohenzollernstraße