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„Bayern darf nicht zum Verschiebebahnhof für Kriegsübungen an der russischen Grenze werden“

Die US-Armee hat angekündigt, eine zusätzliche Heeresfliegerbrigade mit 25 Kampfhubschraubern vom Typ „Black Hawk“ an die Militärbasis Illesheim (Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim) zu verlegen. Diese sollen zwischen Mittelfranken und „Manövern in Osteuropa“ hin und her „rotieren“, wie die US-Pressestelle den Einsatz umschreibt.

Der mittelfränkische Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg kritisiert die Bundesregierung für die Genehmigung dieser Aufrüstung: „Die Menschen im Umfeld der Militärbasen Ansbach und Illesheim haben bereits jetzt mit massiven Einschränkungen ihrer Lebensqualität durch Fluglärm und gesundheitsgefährdende Abgase der Kampfhubschrauber zu kämpfen. Eine Ausweitung dieser Belastungen ist schlichtweg rücksichtslos,“

Weinberg sieht in zusätzlichen US-Kampftruppen in Bayern auch außenpolitisch ein falsches Signal: „Deutschland und Frankreich bemühen sich um eine friedliche Beilegung des Ukraine-Konflikts, während die US-Regierung unter anderem mit der Ankündigung möglicher Waffenlieferungen an die Regierung Poroschenko weiter Öl ins Feuer gießt.“ Dass nun in der BRD mehr US-Militär stationiert werden soll, um Manöver in Osteuropa, womöglich auch im Baltikum durchzuführen konterkariere eine ausgleichende Verhandlungsposition: „Bayern darf nicht zum Verschiebebahnhof für US-Kriegsübungen an der russischen Grenze werden.“