Am 11. März 2014 in 95615 Marktredwitz, Film "Unser gemeinsamer Widerstand"
Von Antje Kröger-Voss
in 95615 Marktredwitz,
Hotel Meister Bär, Bahnhofsplatz 10
Mittwoch, 11. März 2015, 19.30 Uhr
Vorher 18:00 Mahnwache im Markt vor dem Alten Rathaus - danach Demo-Zug zum Hotel
Veranstalter: BI STOPPT TEMELIN und GRÜNE FICHTELGEBIRGE
wird der 75 Minuten Anti-AKW-Film “Unser gemeinsamer Widerstand” mit Infos zur aktuellen Situation gezeigt - anschließend Diskussion.
Homepage von “ausgestrahlt” über alle Aktionen: https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima-mahnwachen.html
Homepage von BI “Stoppt Temelin: http://stoppt-temelin.weebly.com/termine.html
Homepage von Grüne Fichtelgebirge: http://gruene-fichtelgebirge.de/aktuelles/
Und nicht vergessen: Die Solidarität
Antje und Dieter
Der Film ist nicht kommerziell und kann für Vorführungen auf Veranstaltungen und in Schulen kostenlos angefordert werden bei: pog_kroeger@web.de Gleichwohl können die Veranstalter Eintritt nehmen. Mehr Info unter: http://www.netzwerk-antiatom.de/blog/12
Antje Kröger-Voss, Dieter Kröger, Bettina Beermann, Friedemann Ohms,
als eigenständige Videogruppe innerhalb der BI „Altonaer Museum bleibt!“.
Und nachfolgend noch aktuelle Infos kurzgefasst:
.) Das tschechische Atomkraftwerk Temelín mit der berühmten Schweißnaht 1-4-5 (Akte 15/2001/SUJB) in Block 1 steht 60 km östlich der deutschen Grenze nahe Budweis. Im Jahr 2000 wurde diese unglaubliche Geschichte an Greenpeace herangetragen, die unter Federführung von Jan Haverkamp bis heute verfolgt wird. Beide Reaktoren haben zudem nicht getrennte Hochdruckdampfleitungen und wären in Deutschland nicht genehmigungsfähig. Tschechien plante den Bau zweier neuer Reaktoren in Temelín und eines neuen Reaktors im zweiten AKW Dukovany bei Brünn. Man hat jedoch kein Geld dafür. Im Jahre 2012 gab Tschechien bei einem Schweißnaht-Fachgespräch im Landratsamt Wunsiedel in Oberfranken dem Kreistag Wunsiedel, den Grünen und Greenpeace die Zusage, der Temelín Reaktor 1 könne mit einer offiziellen Atomaufsicht untersucht werden. Die Verhandlungen dazu dauern bis heute an.
.) Der Krimi: Schweißnaht-Dokumentation von Jan Haverkamp, Greenpeace, und dazugehörige Schweißnaht-Expertise von Dieter Majer, Ministerialdirigent a.D., ehem. technischer Leiter der deutschen Atomaufsicht (Deutsch, Englisch, Tschechisch)
http://gruene-fichtelgebirge.de/the-risks-of-skoda/
.) Unterschriftenaktion gegen die Laufzeitverlängerung Dukovany. Das zweite AKW in Tschechien wird von Experten als “Schrottreaktor” bezeichnet, hat kein zweites Containment und soll eine Laufzeitverlängerung von 40 auf 60 Jahre bekommen.
.) Atommüll-Kommission am Scheideweg - Zehn Monate ist es her, dass der Bundestag die Atommüll-Kommission eingesetzt hat. Zehn Monate bleiben noch bis zum gesetzlich festgelegten Ende der Kommissionsarbeit – wobei theoretisch eine Verlängerung von sechs Monaten möglich ist. Bisher drehte sich die Debatte in der Kommission hauptsächlich um die Kommission selbst. Bis heute ist es aber noch nicht einmal gelungen, ein Leitbild für die gemeinsame Arbeit zu verabschieden: http://www.blogs.ausgestrahlt.de/atommuell/atommuell-kommission-am-scheideweg/
.) Belgien: Risse in AKW bis zu neun Zentimeter lang - Die Risse in den Druckbehältern der belgischen Atomreaktoren Doel 3 bei Antwerpen und Tihange 2 bei Lüttich sind offenbar weitaus größer als bislang angenommen. Das geht aus neuen Zahlen hervor, die die belgische Atomaufsicht FANC (Federaal Agentschap voor Nucleaire Controle) dem Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie zu Verfügung gestellt hat, und die unserer Zeitung vorliegen: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/region/belgien-risse-in-akw-bis-zu-neun-zentimeter-lang-1.1031979?refid=139317165
.) Aufruf zur Demonstration gegen das AKW Tihange am Sonntag, 15. März 2015 um 14 Uhr. https://www.stop-tihange.org/de/
.) Strahlender AKW-Abriss Philippsburg 1 -Jetzt Einwenden! 4 Wochen nach Beginn der Unterlagen-Auslegung für Stilllegung und Abriss von Neckarwestheim I hat auch die entsprechende Unterlagen-Auslegung für Philippsburg 1 begonnen. Die Auslegungs- und Einwendungsfrist für Neckarwestheim läuft bis zum 18.3.15, die für Philippsburg läuft bis zum 15.4.15. Bitte verbreitet die unten stehenden Infos zu Philippsburg weiter und beteiligt Euch an den Einwendungen, z.B. an der Sammeleinwendung. Den Text unten und die verlinkten Dateien findet Ihr auch hier:
http://www.atomerbe-neckarwestheim.de/artikel/110-kkp1-einwenden und http://www.atomausstieg-sofort.de/?p=680
.) Nicht nur die bundesdeutschen Atomkonzern fahren schwere Verluste ein. Die vermeintlich billige Atomenergie kommt den französischen SteuerzahlerInnen richtig teuer: “Der französische Atom-Konzern Areva hat einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von rund vier Milliarden Euro eingefahren. Die Zeitung “Le Figaro” berief sich dabei am Freitag auf Informationen von Insidern, Einzelheiten nannte sie jedoch nicht.” (Spiegel): http://umweltfairaendern.de/2015/02/atomgigant-areva-schwer-angeschlagen-vier-milliarden-euro-verlust/
.) AKW-Befürworter: Zwischen Verehrung des freien Marktes und Abhängigkeit vom Staat -Großbritannien und Österreich im Atomstreit über Hinkley Point C. Wie wettbewerbsfähig ist Atomenergie? Zwischen Großbritannien und Österreich schwelt ein Atomstreit. Großbritannien lässt neue Atomkraftwerke bauen. Gegen eines dieser Bauprojekte - das an der Küste der Grafschaft Somerset gelegene Atomkraftwerk Hinkley Point C - will das Land Österreich klagen. Der Grund: Die Finanzierung sei mit dem europäischen Wettbewerbsrecht nicht vereinbar:
http://www.heise.de/tp/artikel/44/44210/1.html und noch mehr Infos: http://www.ews-schoenau.de/kampagne/kampagnen-news
.) Im August läuft die derzeit geltende Veränderungssperre für den Salzstock Gorleben aus. Das Bundesumweltministerium hat das Anhörungsverfahren eingeleitet, mit dem es eine neue Verordnung auf den Weg bringen will. Im Rahmen der Atommüll-Kommission hat der BUND
Bundesverband und der Landesverband Niedersachsen gemeinsam Position bezogen. Eine Verlängerung der Veränderungssperre lehnt der BUND ab, heißt es in dem Papier: http://umweltfairaendern.de/2015/02/gorleben-bleibt-erste-wahl-bund-lehnt-veraenderungssperre-ab/
.) BBU-Pressemitteilung vom 27.02.2015: Grenzüberschreitende Klage gegen Niederländisches Atommüll-Lager der COVRA - Bonn, Den Haag - Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat sich einer Klage der niederländischen Stiftung LAKA gegen die Erweiterung der niederländischen Atommüll-Deponie der COVRA angeschlossen. Der BBU hält es für zwingend notwendig, dass international kein Atommüll mehr produziert wird und setzt sich daher grenzüberschreitend gegen Nuklearanlagen zur Wehr: http://www.laka.org/
.) Über das aktuelle Desaster bei der Atommüll-Zwischenlagerung will die Kommission so recht nicht reden, dafür steht der nächste Hammer auf der Tagesordnung: “Endlagerstandort oder Entsorgungszentrum?” Darin ist als neue “Erfindung” von einem “Eingangslager” die Rede, das neben dem geplanten Dauerlager entstehen soll. Ein anderes Wort dafür wäre auch: bundesweites Zentral-Zwischenlager. Hier sollen dann künftig möglicherweise über 1.500 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll eingelagert werden, – bis dann vielleicht irgendwann das vermeintliche Endlager fertig ist: http://umweltfairaendern.de/2015/02/kommission-ueber-hochradioaktive-atommuell-varianten-endlagerstandort-oder-entsorgungszentrum/
Mit dem Begriff Endlagerung bzw. Endlager-“Such-Gesetz“ wird vorgegaukelt, dass eine Endlösung zur sicheren Lagerung des Atommülls überhaupt technisch wie politisch machbar wäre, um mit dieser “Schein-Politik” und dem Begriff „Such-Gesetz“ noch ungehemmt kriminell weiteren Atommüll zu erzeugen.