Themenabend in Esslingen: Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!
Von VVN-BdA Esslingen
Fast vergessen ist heute der Widerstand der Roten Hilfe gegen den nationalsozialistischen Terror.
Die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfassende linke Solidaritätsorganisation leistete trotz des Verbotes 1933 Enormes und zeigte, wie auch unter schlimmsten Bedingungen Widerstand möglich ist.
Spendensammlungen für zahllose KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen, heimliche Transporte von Antifaschisten über Grenzen hinweg, die Schaffung illegaler Quartiere, Druckschriften, Zeitungen, Propaganda und vieles mehr organisierten die Mitglieder der Roten Hilfe unter höchsten Risiken.
In der 2016 erschienen Broschüre '"Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!" - Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933' wird das Thema erstmals ausführlich behandelt.
Die Autorin Silke Makowski referiert an einem Themenabend über diesen geschichtlichen Abschnitt der Roten Hilfe, die bis heute als linke Solidaritätsorganisation besteht.
"Die Bedeutung der Roten Hilfe im Widerstand gegen den Nationalsozialismus wird während dieser Veranstaltung herausgearbeitet.
Vieles ist heute nur noch wenigen Menschen bekannt und gehört doch als wichtiger Bestandteil in die Geschichte des Widerstandes gegen den NS-Terror.", so Thomas Trüten, Sprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen im Kreis Esslingen. Und
weiter: "Die anschließende Diskussion bietet Gelegenheit, auch Lehren zu ziehen für die Gegenwart. Man darf nicht warten gegen rechten Terror anzugehen, bis Widerstand dagegen nicht mehr möglich ist.".
Die gemeinsame Veranstaltung von VVN-BdA Kreis Esslingen, Komma Jugend und Kultur und der Roten Hilfe Stuttgart findet statt am
Dienstag, 7. Februar 2017 um 19 Uhr im KOMMA, Maille 5-9