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"Klimawandel ist ein Scheißthema"

Klimawandel Rede in Freiburg beim Klimaschutz - Demo & Sternmarsch am 28. November 2015 in Freiburg

Von  Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Klimawandel ist ein Scheißthema Das AKW Fessenheim ist ein „schönes“ Thema Fessenheim, das ist die böse französische EDF Das AKW Beznau ist ein „schönes“ Thema Beznau, das sind die giergelenkten Schweizer Konzerne die das älteste AKW der Welt betreiben Aber Klimawandel? Klimawandel sind nicht nur die „bösen“ anderen Klimawandel bin immer auch ich selber mit meinem Leben, meinem Konsum... Klimawandel ist ein schwieriges Thema Ein schwieriges Thema in barbarischen Zeiten In Zeiten in denen alte Gewalt neue Gewalt Dummheit Dummheit und Intoleranz Intoleranz erzeugt. Wir denken / Wir leiden an den Anschläge in Paris Wir müssen Europa leben / Wir sind Europa! amitié franco-allemande ! Woran erkennst Du, dass eine Klimakonferenz geplant ist? Schaut in die Medien und ins Internet Schaut nicht nur in den Nachrichtenteil sondern in die großen Anzeigen Seit Wochen wirbt der Atom- und Kohlekonzern EnBW mit seinem neuen Windpark Wir freuen uns über den neuen Windpark Wer hätte so einen EnBW-Windpark vor 20 Jahren für möglich gehalten? Dieser Windpark ist auch unser aller Erfolg Und dennoch sind diese Windanzeigen windiger Greenwash Sie sollen ablenken Sie sollen ablenken von der Tatsache das die EnBW immer noch AKW betreibt und an Fessenheim verdient Sie sollen ablenken von der Tatsache, dass die windige EnBW im Mai in Karlsruhe ein neues 912 Megawatt Kohlekraftwerk in Betrieb genommen hat. Das kleinste aller unerreichbaren Klimaziele wäre die 2 Grad Grenze Kennt ihr einen einzigen Politiker am Oberrhein der nicht für die Einhaltung der 2 Grad Grenze wäre? Zumindest theoretisch? Doch wie sieht die Realität der Politik in Baden aus?

 

·  Ja es gibt minimale Fortschritte

Aber es gibt:

  • 2 neue große Kohlekraftwerke mit fast 2000 MW in Karlsruhe
  • Die CDU (und nicht nur sie) will den sechsspurigen Autobahnausbau
    Wer neue Straßen baut wird Verkehr und mehr CO2 ernten


Alle, alle alle Politiker & Politikerinnen in Südbaden wollen zumindest das 2 Grad Ziel in Sachen Klima erreichen

Doch überall in der so genannten Ökoregion werden neue umweltschädliche klimagefährdende Strukturen geschaffen

Welche ungeheure Macht haben Autokonzerne, big Oil und big Coal?

Der VW-Abgasskandal ist auch ein Klimaschutzskandal
Der VW-Skandal ist nicht nur ein VW-Skandal
Seit 7 Jahren hat die Umweltbewegung und der BUND auf die Abgaslügen hingewiesen
7 Jahre lang ist nichts geschehen.
7 Jahre lang hat die Politik, die Kontrollbehörden und der TÜV weggeschaut
Mein Brenner im Keller wird Jahr für Jahr gründlich kontrolliert

Bei den Kleinen / bei Dir wird kontrolliert –
Oben, bei den Konzernen und nicht nur bei VW wird dereguliert

Mit einer neoliberalen Politik der Gir und der Deregulierung wird Klimaschutz unmöglich gemacht

Der VW-Skandal zeigt die ungeheure Macht der Autolobby
Der VW-Skandal ist ein Politikskandal,
er zeigt die Verfilzung
von Konzernen, Politik und Kontrollbehörden

Durch TTIP wird die demokratiegefährdende, umweltgefährdenende, klimagefährdende Macht der Konzerne noch wachsen
TTIP verhindern ist Klimaschutzpolitik!

Warum gibt’s beim beim neuen Vattenfall Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg nur geringe Umweltauflagen?
Weil es auch alte Freihandelsabkommen gibt.

Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland wegen der Verschärfung von Umweltauflagen beim Bau und Betrieb des Kraftwerks                                                                                vor einem Schiedsgericht auf Schadensersatz in Höhe von 1,4Mrd. Euro

Mit TTIP können wir Klimaschutz, Umweltschutz, Demokratie und Nachhaltigkeit vergessen
Fragt bei der Landtagswahl 2016 Eure Kandidaten nach Risiken und Nebenwirkungen von TTIP.

Schaut Euch diesen Auto- und LKW Lobbyisten, den Autobahnprivatiserer und Nebenerwerbsverkehrsminister Dobrint einmal an

Er will die PKW-Maut, die Flatrate für´s Autofahren und CO2 Emissionen

Ich sage:

Er soll die bürokratische KFZ-Steuer abschaffen, auf die Überwachungsmaut verzichten und die Spritsteuer erhöhen
So bekommen wir unbürokratisch die gewünschte klimafreundliche Lenkungswirkung

Was spricht gegen diese kluge Lösung?
Die Gier der Konzerne die an der Überwachungsmaut verdienen.

Autokonzerne, big Oil, big Coal und neoliberale think tanks haben jahrzehntelang die Kampagnen der Klimawandelleugner organisiert

·  industrienahe Bürgerinitiativen und Verbände wurden gegründet

·  kritische WissenschaftlerInnen und Umweltverbände wurden diskreditiert und massiv angegriffen

·  Kampagnen gegen alternative Energien wurden auch „von oben“ organisiert

·  In Deutschland haben gerade zwei „Klimawandelskeptiker“ einen (noch) kleinen Naturschutzverband übernommen...

Medien und Umweltbewegung setzten sich viel zu wenig mit diesen gut organisierten Kampagnen auseinander die von den USA immer stärker auch nach Deutschland getragen werden

Ja, wenn wir das 2 Grad erzielen wollen, müssen wir auf alternative Energien setzen.

 

  • Alternative Energien verursachen im Gegensatz zur Atomkraft keinen Kinderkrebs und keine Unfälle bei denen hundertausende von Menschen gefährdet werden.
  • Windräder und Solaranlagen müssen im Gegensatz zum Atommüll nicht über eine Million Jahre endgelagert werden
  • Alternative Energien verursachen auch keinen Klimawandel
  • Die Wertschöpfung bleibt im Land und fließt nicht an Ölscheichs die den "Islamischen" Staat unterstützen.


Ja, wenn wir das 2 Grad erzielen wollen, müssen wir auf alternative Energien setzen.

Aber das wird nicht reichen
Wir müssen lauter und deutlicher sagen dass es kein Fortschritt ist, wenn wir Wachstum nur durch die Produktion
von immer dümmeren, kurzlebigeren Gütern erreichen

Auch die südbadischen Medien wollen den Klimaschutz
Doch gleichzeitig wurde gerade die beheizbare japanische Klobrille als Fortschritt bejubelt...

Ohne einen nachhaltigen menschengerechten Fortschritt werden wir den Klimawandel nicht stoppen
„Schneller kaufen – schneller wegwerfen“ ist das Problem, nicht die Lösung

„Der German Way of live des dummen Konsums“ ist ein zutiefst zerstörerisches Exportmodell
„Der Western Way of live des dummen Konsums“ zerstört nicht nur das Klima.

Hallo Freiburg
Schön, dass heute hier so viele unterschiedliche Verbände und Organisation an einem Strang ziehen.
Ihr /Wir müssen und werden uns auch in Zukunft einmischen

· 

·  Dankscheen

Axel Mayer, BUND