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Albert-Ludwigs-Universität und Pädagogische Hochschule ermöglichen Biologiestudium ohne Tierverbrauch

Von Menschen für Tierrechte

Einmalig in Baden-Württemberg: Sowohl an der Albert-Ludwigs-Universität als auch an der PH Freiburg ist es möglich, ohne Tierverbrauch Biologie zu studieren. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Landesverbands MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V.

Anfang März hat der Verein allen wissenschaftlichen Hochschulen im Land, sowie dem KIT Karlsruhe, einen Fragenkatalog zugesandt, um herauszufinden, welche Universität ihren Studierenden ein Biologiestudium ohne Tierverbrauch ermöglicht und welche ethisch unbedenklichen Lehrmethoden zum Einsatz kommen.

Die Pressestelle der Albert-Ludwigs-Universität teilte dem Verein schriftlich mit: “(…) Es ist also durchaus möglich, im Rahmen der Wahlmöglichkeiten in Freiburg Biologie zu studieren ohne Einsatz von Tieren, die unter das Tierschutzgesetz (TierSchG in der Fassung vom 03.12.2015) fallen.“

Dieses schließt Wirbeltiere, Zehnfußkrebse und Kopffüßer ein. Es kann dann zwar theoretisch nicht ausgeschlossen werden, dass Versuche an anderen Wirbellosen, wie z.B. Insekten, durchgeführt werden, aber die Fachschaft für Biologie in Freiburg teilte dem Verein mit: „In Freiburg ist ein Biologiestudium ohne Tierverbrauch möglich (…) Grundsätzlich muss man keinen „tierischen Organismus“ umbringen oder sezieren, wenn man das nicht will – entweder man schaut dann beim Nachbarn zu oder man bekommt bei manchen Veranstaltungen ein Modell.“

Die PH Freiburg verwies auf die Gültigkeit ihrer Antwort von 2015, der zufolge der Tierverbrauch im Studium umgangen werden kann: „Keiner wird gezwungen (…) Studierende können den Raum verlassen und bearbeiten das Thema mit Hilfe von Literatur, Abbildungen und Modellen.“

„Vor allem aus ethischen, aber auch aus wissenschaftlichen Gründen und im Interesse aller ethisch motivierten Studierenden, fordern wir von den Hochschulen den kompletten Ausstieg aus dem Tierverbrauch im Studium und die Anwendung von humanen Lehrmethoden“, so Dr. Tanja Breining, vom Landesverband MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. „Zusätzlich fordern wir vom Wissenschaftsministerium die finanzielle Unterstützung von Hochschulen für die Anwendung von tierverbrauchsfreien Lehrmethoden.“

Wie humane Lehrmethoden aussehen, zeigt die Universität Konstanz. Hier dürfen Studierende spannende Selbstversuche durchführen, z. B. in den Bereichen Blutdruckmessen, Atemfrequenz, Nierenclearance oder der Arbeit mit Spiegelbrillen. Auch an anderen Hochschulen, zum Beispiel an der PH Karlsruhe, gibt es, laut Auskunft der Fachschaft, bereits Gespräche zum Thema Studieren ohne Tierverbrauch.

Die Antworten der befragten Hochschulen in Baden-Württemberg finden Sie hier.

Hier finden Sie das bundesweite Ethik-Ranking aller Hochschulen.

Auflistung von universitären Lehrmethoden ohne Tierverbrauch

Studium ohne Tierverbrauch: Flyer.