Zukunft der Kernfusion: Einsprüche bis einschließlich Freitag (6.9.24) möglich
Von BBU
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass noch bis einschließlich Freitag (6.9.24) Stellungnahmen und Einsprüche zur zukünftigen Nutzung der Kernfusion bei der Europäischen Kommission eingereicht werden können. Informationen zum Verfahren und die Möglichkeit zur Abgabe von Einsprüchen im Internet findet man unter
https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/14307-Gemeinsames-Unternehmen-Fusion-for-Energy-Zwischenbewertung_de
Der BBU kritisiert, dass das Einspruchsverfahren zur Ferienzeit durchgeführt wurde. Viele Bürgerinnen und Bürger werden nichts davon erfahren haben.
Schon seit Jahrzehnten wird die Kernfusion als zukünftige Lösung der Energieprobleme propagiert. Doch die Probleme werden weitgehend ausgeblendet. Und so verweist BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz auf einen Beitrag im Bulletin of the Atomic Scientists. Darin heißt es u. a.: „Um die unvermeidlichen Defizite bei der Rückgewinnung von unverbranntem Tritium als Brennstoff in einem Fusionsreaktor auszugleichen, müssen weiterhin Kernspaltungsreaktoren eingesetzt werden, um ausreichende Mengen an Tritium zu produzieren – eine Situation, die eine ständige Abhängigkeit von Kernspaltungsreaktoren mit all ihren Sicherheits- und nuklearen Verbreitungsproblemen bedeutet.“
Und weiter heißt es in dem Beitrag: „Die Brennstoffanordnungen selbst werden jedoch in Tonnen radioaktiven Abfalls umgewandelt, der jährlich aus jedem Reaktor entfernt werden muss. Geschmolzenes Lithium birgt außerdem Brand- und Explosionsgefahr, ein Nachteil, der bei flüssigmetallgekühlten Kernspaltungsreaktoren üblich ist.“
Quelle:
https://thebulletin-org.translate.goog/2017/04/fusion-reactors-not-what-theyre-cracked-up-to-be/?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=rq
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Und ebenso wie in Atomkraftwerken fällt auch laut Greenpeace bei der Fusionstechnologie hochradioaktiver Atommüll an. „dessen Strahlung so hoch ist, dass in Fusionskraftwerken mit fernhandierten Robotern gearbeitet werden müsste“.
Quelle:
https://www.greenpeace.de/klimaschutz/energiewende/atomausstieg/scheinloesung-kernfusion
Fazit des BBU: Den erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne, die dezentral genutzt werden können, gehört die Zukunft. Die Fusionsenergie ist und bleibt dagegen eine teure Großtechnologie, die die aktuellen Energie- und Klimaprobleme nicht lösen kann.
Weitere Informationen:
https://umweltfairaendern.de/2024/08/27/jetzt-der-eu-nein-sagen-atomfusion-und-iter-fusionsprojekt-steckt-in-grossen-schwierigkeiten