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Stilles Gedenken statt Ritual aufrufen

Von Initiative 9. November Bünde

Zum Gedenken an den 86. Jahrestag der Reichspogromnacht ruft die Initiative 9. November Bünde in diesem Jahr alle Bürger*innen zum stillen Gedenken an Orten jüdischen Lebens in Bünde auf.

Angesichts der zunehmenden akuten Bedrohungen jüdischer Einrichtungen, der Schändung von Stolpersteinen und nicht zuletzt Angriffen auf Jüdinnen und Juden ist es in geboten, vielfältig Solidarität zu zeigen.

„Die Welle antisemitischer Vorfälle und das erschreckende Ansteigen des israelbezogenen Antisemitismus macht es uns in diesem Jahr unmöglich, eine Gedenkveranstaltung im bisherigen Ramen zu gestalten“, so eine Sprecherin. „Erinnerung kann“, so die Initiative, „auch zu höchsten Form des Vergessens werden, wenn an die Stelle echter Solidarität lediglich ein Ritual der Selbstvergewisserung tritt“.

Möglichkeiten zum individuellen Gedenken bieten die Stolpersteine für jüdische Mitbürger*innen in Bünde (https://www.buende.de/Home/Stadtportr%C3%A4t/Geschichte/Stolpersteine/), die Gedenktafel für die ehemalige Synagoge in der Eschstraße und das Mahnmahl für die ermordeten Bünder Jüdinnen und Juden auf dem jüdischen Friedhof am Marktplatz.

Die Initiative appelliert an Schulen und öffentliche Einrichtungen, sich am Abend des 10. November an der Initiative „Spread the Light“ von Yad Vashem zu beteiligen und Gebäude und öffentliche Räume über Nacht zu beleuchten (Spread the Light: November Pogrom ("Kristallnacht") Remembrance Initiative).