Solidarität mit Fluglärmgegnern
Von RATSGRUPPE TIERSCHUTZ ESSEN
Der von CDU und Grünen angestoßene Ausstieg aus dem Ausstieg des Flugbetriebs am Flughafen Essen/Mülheim findet weitere Gegner aus dem ökologischen Lager.
"Was auch immer die in Essen regierende CDU/Grüne-Koalition dazu bewegt haben mag, sich für eine Fortsetzung und sogar Ausweitung des Flugbetriebs am Kleinflughafen Essen/Mülheim stark zu machen – ökologische Motivationen oder die Solidarität mit den Fluglärmgegnern waren es sicher nicht", so Ratsgruppen-Sprecherin Elisabeth van Heesch-Orgass.
Der vom Rat einst beschlossene Ausstieg aus dem Flugbetrieb am defizitären, mit Steuermitteln erhaltenen Flughafen mit der immensen Lärmbelästigung insbesondere für die Anwohnerschaft in Haarzopf, Schuir und Bredeney, aber auch anderer Stadtteile, soll mit der Ratsmehrheit von CDU/Grünen in der Ratssitzung Ende August kassiert werden. Statt Ausstieg eine Ausweitung des Flugbetriebes einschliesslich der Zulassung von Düsenmaschinen.
Ein weiterer Negativpunkt aus Sicht der Tierschützer im Rat der Stadt Essen: Mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg soll neben Fortsetzung und Ausbau des Flugbetriebes auch eine weitere Flächenversiegelung durch zusätzliche Bebauung u.a. für Gewerbebetriebe beschlossen werden. Tierschutz Essen lehnt diese Kehrwende insgesamt ab. "Die stillzulegende Fläche muss als wichtige unversiegelte und unverbaute Frischluftschneise für die Städte Essen und Mülheim gerade im Hinblick auf den Klimawandel und die immer heißeren Sommer erhalten werden," so die Tierschützer.
Geradezu grotesk sei der beschönigende Verweis der Flughafen-Befürworter darauf, dass der Flughafen Lebensraum verschiedener Tierarten sei. Diese würden tatsächlich unter der Stärkung des Flugbetriebs sowie massiver weiterer Flächenversiegelung leiden.