Friedens-Preis an Präsident Macron - Anti-Atom-Protest in Münster wegen Frankreichs internationaler Atomgeschäfte
Von BBU
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass am Dienstag (28. Mai 2024) in Münster gegen die deutsch-französisch-russische Atomgeschäfte demonstriert wird. Anlass dafür ist einerseits die Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Anderseits soll mit der Aktion gegen den geplanten Bau russischer Brennelemente für osteuropäische Atomkraftwerke in der Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) demonstriert werden. Die Anlage gehört dem französischen Atomkonzern Framatome.
In einer Mitteilung der Initiative für den Sofortigen Atomaussieg (SOFA) Münster heißt es dazu: „Wegen der fortdauernden Geschäfte französischer Staatsunternehmen mit dem russischen Atom-Konzern Rosatom rufen wir gemeinsam mit Atomkraftgegner*innen aus Deutschland, Frankreich und Russland für kommenden Dienstag (28.5.) ab 9 Uhr zum Protest am LWL Museum für Kunst und Kultur (Vorplatz Rothenburg, gegenüber Aegidiimarkt) in Münster auf.“
Weitere Informationen zur Mahnwache und zu den Hintergründen:
https://sofa-ms.de
Unterstützt wird die Mahnwache auch von der BBU-Mitgliedsorganisation „AtomkraftgegnerInnen im Emsland (AgiEL)“, die sich intensiv gegen den Weiterbetrieb der umstrittenen Brennelementefabrik in Lingen engagiert.
Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Münster und die Münsteraner Friedenskooperative rufen ebenfalls für den 28. Mai 2024 zur Teilnahme an einer Protestkundgebung ab 10 Uhr am Domplatz in Münster auf. Ihr Motto lautet: „Nein zum Friedenspreis für Macron! Der Westfälische Friede fordert: Verhandeln statt schießen!“
Bereits heute (Montag, 27. Mai 2024) findet in Münster in der Volkshochschule um 19 Uhr eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Frieden schaffen ohne Waffen! – Wie?“ statt.