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Zum Leserbrief von Benno Mulzer zum Artikel:"Kassierer, aber Schlüssel zur Kasse hat er nicht."

von Hans-Dieter Wege

Angriff war schon immer die beste Verteidigung und genau wie immer geht es wie gehabt fast ausschließlich auf die persönliche Schiene.

Man scheut noch nicht einmal davor zurück und legt einem Angegriffenen auch noch eine Krankheit negativ aus.

Das mit den Mitgliederzahlen oder besser gesagt, dass "Problem" mit den Nichtzahlern ist doch überhaupt nicht auf einzelne Bundesländer bzw. Landesverbände der Partei die Linke beschränkt. Das pfeifen doch schon seit Jahren die Spatzen von den Dächern.

Auch hier bei uns in Oldenburg kam dieses Thema während meiner Mitgliedschaft in der Partei die Linke mindestens einmal im Jahr auf den Tisch. Damals wurde schon immer gesagt, die ostdeutschen Landesverbände würden nicht auf ewig Zuschüsse an die Westverbände zahlen und deshalb müßte das Problem endlich einmal bereinigt werden.
Gerade auch der Kreiskassierer hier in Oldenburg setzte sich vehement für dieses "Problem" ein und brachte es immer wieder auf den Tisch, allerdings auch oftmals ohne das wirklich was passierte.

Meiner Kenntnis nach wurden aber die Aufgaben der Mitgliederverwaltung und die Aufgaben eines Kassierers von unterschiedlichen Personen ausgeführt und sollte dieses eine Bedingung aus der Satzung sein, was meiner Meinung nach der Fall sein sollte, dann kann überhaupt nicht der Kassierer einer Partei für Versäumnisse allein in Haftung genommen werden bzw. kann ihm allein hier heraus kein Vorwurf gemacht werden.

Wenn aber Nichtzahler, aus welchen Gründen auch immer, dann aber auch vielleicht über Jahre hinweg, vielleicht auch noch in parteiinterne Positionen oder sogar als Kandidaten gewählt wurden und auch andere Mitglieder der Partei auch wählen durften, dann dürfte das eindeutige Satzungsverstöße beinhalten.

Man hätte vielleicht besser einen Versuch unternehmen sollen den zahlungsunfähigen oder auch zahlungsunwilligen Mitgliedern die Zahlungen solidarisch zu ermöglichen und im Falle der Ablehnung einer solchen Hilfe müsste man zwangsläufig die Mitgliedschaften kündigen im Interesse der zahlenden Mitglieder.

Und ich finde ausschließlich dieses gilt es für die Mitglieder der Partei die Linke zu kritisieren und für satzungskonforme Abänderungen zu sorgen.

Einzelne Mitglieder hierzu anzugreifen kann niemals der richtige solidarische Weg sein!

Mit sozialistischem Gruß

Hans-Dieter Wege