Leserbrief von J. Albrecht zu "Stasi a`la BRD"
Die westlichen (Schein)- Demokratien und die auf Perfektion versessenen Deutschen haben ihre Überwachung weitaus perfekter ausgebaut als der Staatssicherheitsdienst in der ehemaligen DDR. Die faktische Aufhebung der Grenzen zwischen Polizei und Sicherheitsdienste und die Datensammelwut aller Behörden und Konzerne sind ein Beleg dafür. Auch auf die informellen Mitarbeiter verzichtet man keines falls, sie nennen sich bei uns halt V-Leute. Der Versuch die NPD verbieten zu lassen zeigte wie diese Partei mit V-Leuten bespickt war, bis in die Führungspositionen hinein. Der Umgang des Staatsapparats mit Antifaschisten lässt eher den Schluss zu, dass dies nicht geschieht um die Verfassung zu schützen, sondern um die rechte Szene im Griff zu haben, wer weis wozu man sie noch einmal braucht. Es ist davon auszugehen, dass in der linken Szene ebenfalls V-Leute agieren, die gab es immer und wird es immer geben. Auch hier ist das Ziel Informationen zu sammeln und vor allem destruktives wirken bei jeglichem Versuch eine linke politische Kraft entstehen zu lassen. Dies ist kein Grund alle unter Generalverdacht zu stellen, man muss dies einfach realistisch zur Kenntnis nehmen und damit umgehen lernen. Das V-Leutesystem oder Informelle Mitarbeiter, egal wie man es nennt ist ein ganz normales Instrument der Dienste, die den Herrschenden die Macht sichern. Gerade in Krisenzeiten, wenn der breiten Masse im Volk durch die Sparmaßnahmen jegliche soziale Sicherheit genommen werden soll, ist damit zurechnen, dass Kritik und Zweifel man bestehenden System genährt werden und Widerstand zu erwarten ist. das wissen auch die Herrschenden. Deshalb ist davon auszugehen, dass der Verfassungsschutz und die restlichen Staatsorgane ihre Aktivitäten in den letzten Jahren erheblich gesteigert haben.