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Leserbrief von Edelbert Hackenberg zum Artikel "Das Massaker von Vercur 1944 ....."

Das man in Frankreich heute noch Ablehnung gegenüber Deutschen spürt halte ich für maßlos übertrieben. Ich war bereits 1961/62 als Bundeswehrsoldat auf dem Land in Frankreich stationiert - von Ablehnung keine Spur.
Als unser verantwortlicher Offizier einmal sein französisches Pendant fragte, wo er mit seinen Soldaten Schießübungen durchführen könne wurde ihm im Ernst vorgeschlagen, dies auf einem ehemaligen "Hilfs"-KZ Gelände (bei Soissons/Aisne) zu tun. Der deutsche Offizier wollte sogar darauf eingehen - nur durch meine Intervention und meine Drohung, ich würde dies der Presse mitteilen (ich war Gefreiter) wurde daraus nichts. Ferner, als Adenauer zur damaligen Zeit für eine Truppenparade, zusammen mit de Gaulle, nach Reims kommen wollte bedrängten uns hiesige Franzosen dort mit ihnen als Zuschauer hinzufahren - zum Beweis ihrer "Redlichkeit" stimmten einige Franzosen alte NAZI-Marschlieder an.
Ferner habe ich zur gleichen Zeit erlebt, wie Algerier aus Kneipen herausgepöbelt und teilweise verprügelt wurden - manche wurden aus ihren Behausungen (die teilweise Erdhöhlen waren) auf den großen Farmen vertrieben und standen dann später, mit ihren Frauen und Kindern, total verängstigt auf Bahnhöfen herum.

Was die Einsatztaktik der Wehrmacht, zu denen auch Massaker gehörten, betrifft: diese wurde in großen Teilen von der heute noch immer hochgelobten "Genfer Konvention" gedeckt. Diese Konvention, die regelt wie sich Menschen gegenseitig und geordnet umbringen dürfen, gehört endlich abgeschafft zugunsten einer "Friedenskonvention" die alles als Verbrechen deklariert, was mit Krieg usw. zu tun hat.

Grüße aus dem "Exil" in Portugal
Edelbert Hackenberg