Leserbrief ohne eigene Worte von Hans-Dieter Wege zum Artikel: Zur "Ölpest" des Profitsystems (nicht nur) im Golf von Mexiko.
Am 21.5.2010 stellte die Firma Statoil an ihrer größten Bohrplattform Gullfaks C plötzliche Druckschwankungen fest. Die Unternehmensleitung befürchtete, dass Öl und Gas in einem Blowout unter hohem Druck aus der Quelle schießen. Daraufhin evakuierte sie die 89 Mitarbeiter. Ähnlich wie im Golf von Mexiko versagte eines der 15 Meter hohen und 200 Tonnen schweren Sicherheitsventile. Daraufhin pumpte die Firma 600 Kubikmeter Schlamm in das Bohrloch. Damit bekam sie den Vorfall in den Griff, das dritte Mal im Jahr 2010.
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Ölsand
Als Obergrenze für Bohrgenehmigungen in Meeresgebieten nannte die Grünen-Politikerin Rebecca Harms Tiefen bis tausend Meter - und für klimatisch schwierige Regionen wie dem Nordmeer (nur) 500 Meter [analog einer 'verdünnten' Atomkraft-Energie-Politik]. [1]
Umweltauswirkungen und Klimaschutz
Nachteile des Verfahrens sind der große Wasserverbrauch, der Energiebedarf zum Erzeugen des Dampfes, das Problem der Wasserentsorgung, mögliche unterirdische Umweltschäden und der Verlust an Wäldern und Mooren. Kritiker machen geltend, dass der massive Wasserverbrauch einer Produktion in großem Stil im Wege steht. Befürworter halten dagegen, dass technische Verbesserungen die Effizienz des Wassereinsatzes steigern werden.
Die Bergbauextraktion des Ölsandes hat eine direkte Auswirkung auf die lokalen und globalen Ökosysteme. In Alberta zerstört diese Form der Ölextraktion vollständig den borealen Wald, die Moore, die Flüsse sowie die natürliche Landschaft.[2] Es ist zweifelhaft, ob sich in den Abbaugebieten jemals wieder das bisherige natürliche Ökosystem entwickeln wird. Trotz Projekten der Bergbauindustrie, welche die Zurückgewinnung des borealen Waldes in Alberta zum Ziel haben, ist mehr als 30 Jahre nach Beginn des Abbaus keines der Gebiete als „zurückgewonnen“ zertifiziert.
Für jedes produzierte Barrel synthetischen Öls werden mehr als 80 Kilogramm Treibhausgase in die Atmosphäre freigegeben und ungefähr 4 Barrel des Abwassers werden in Teiche entleert. Das erwartete Wachstum der Erdölgewinnung in Kanada bedroht auch seine internationalen Verpflichtungen. Als Kanada das Kyoto-Protokoll bestätigte, war es damit einverstanden, seine Treibhausgasemissionen um 6 Prozent bis 2012 zu verringern. Dennoch hatten um 2002 die Treibhausgasemissionen Kanadas um 24 Prozent zugenommen.
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