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Hans-Dieter Wege zum Leserbrief von Uwe K. Dresner zu "NRW-LINKE missbilligen Abstimmungsverhalten von einigen ihrer Bundestagsabgeordneten" vom 20.06.10

Eines dürfte mit Sicherheit richtig sein, es muss jedem Abgeordneten, auch Abgeordneten einer linken Partei bedingungslos erlaubt sein, nach seinem eigenen Gewissen zu entscheiden. Damit hat Herr Dresner in meinen Augen ganz bestimmt recht. Trotzdem muss der Abgeordnete, der sich seinem Gewissen mehr verpflichtet sieht, als das vielleicht seine GenossInnen und auch ganz bestimmt seine Wählerinnen und Wähler von ihm erwarten, dann auch Kritik aushalten.

Denn wenn Eines ganz bestimmt weder zum Religionsersatz noch zum Politikersatz geeignet sein könnte, dann sind das die bewaffneten Einsätze von Soldaten fern der Heimat.

Und gerade die Linke oder die Linken in Deutschland müssen immer den Weg einer friedlichen Diplomatie mit humanitären Hilfen einschlagen, vielleicht notfalls unterstützt durch Wirtschaftssanktionen, die aber ebenfalls nicht gerade die Notleidenden einer Bevölkerung treffen dürfen.

Frieden schaffen, aber ohne Waffen, diese Aussage sollte unbedingt zumindest innerhalb der Linken und international weiterhin ihre Gültigkeit behalten.
Und ich kann mir kaum vorstellen, dass mit dieser Einstellung ein Abgeordneter einer sozialistischen linken Partei jemals ein schlechtes Gewissen bekommen müsste? Aber was ist mit den WählerInnen und Wählern, die genau diesem Volksvertreter vielleicht ihre Erststimmen gegeben haben, ist ihr Vertrauen vielleicht mißbraucht worden?

Und ich finde genau dieses macht den kleinen aber feinen Unterschied, die auch jedwede Kritik bedingungslos zulässig werden lassen muss!

Mit sozialistischem Gruß

Hans-Dieter Wege