Neuerscheinungen Ulmer Verlag
Buchtipps von Michael Lausberg
Buch 1
Hanns-J. Krause, Bernd Kaufmann: Handbuch Aquarienwasser. Wasseranalyse und Wasseraufbereitung. 7., aktualisierte und erweiterte Auflage, Ulmer Verlag, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-8186-1632-8. € 25,00
In diesem Fachbuch erfahren Einsteiger oder Fortgeschrittener in der Aquaristik alles Wissenswerte über Aquarienwasser – Diagnose und Therapie bei Problemen, Wasserchemie, -analytik, -aufbereitung sowie das Entsalzen und Aufsalzen von Wasser. Jahrzehntelanges Expertenwissen der Fachautoren Hanns-J. Krause und Bernd Kaufmann komplett aktualisiert und um ein ausführliches Kapitel zum Thema „Algenwuchs in Aquarium und Gartenteich natürlich vermeiden“ erweitert.
Neben den Fortschritten in der Analytik wird das bisher benutzte streng alphabetische Schema in einen mehr thematisch geordneten Aufbau geändert. Dabei werden komplexe biologische und chemische Reaktionen, die sich gegenseitig beeinflussen und biologische Folgen für alle Lebewesen im Aquarium nach sich ziehen, dargestellt.
Zu Beginn die Grundlagen der Wasserchemie vermittelt. Danach geht es um die Wasseranalytik. Der sichere Umgang mit Chemikalien und Auswahlkriterien beim Kauf eines Wassertest, Haltbarkeit der Tests und das richtige Analysieren sowie das Auswerten der Ergebnisse werden dort behandelt.
Im Wasser können unzählig viele verschiedene Stoffe gelöst sein. Die wenigen hier bedeutsamen Inhaltsstoffe werden dann in den folgenden Kapiteln behandelt. Dort wird auch beschrieben, wie die Wasserzusammensetzung korrigiert werden kann. Die Wasseraufbereitung wird dann in den Kapiteln Leitungswasser und Torffilter behandelt.
Es folgen Informationen zur Wasserentsalzung, zum Aufsalzen von Wasser und das schon oben schon angesprochene neue Kapitel über Algen im Aquarium.
Zwischendurch gibt es immer wieder erläuternde Abbildungen, Grafiken oder Tabellen und spezielle Tipps
Im Anhang finden sich noch ein Register und die benutzten Bildquellen.
Dies ist eines der seltenen Spezialbücher für Aquarianer, zum Aufbereiten des Wassers, die Analyse des Wassers und zur Kontrolle der Werte. Dabei wird viel Wissenswertes und eigene Erfahrungen vermittelt.
Es sollte schon ein gewisses Vorverständnis von Chemie oder Biologie da sein. Grundlegende Bestandteile wie Nitrat oder pH Wert werden für Nichtfachleute in einfacheren Worten erklärt, dennoch ist Wasserchemie keine leichte Kost.
Buch 2
Katrin Lugerbauer: Echte Hitzeprofis. Nachhaltige Gartengestaltung mit trockenheitsliebende Stauden, Ulmer, Stuttgart 2022, ISBN: 978-3-8186-1765-3, 20 EURO (D)
Eine vorausschauende Gestaltung des eigenen Gartens mit robusten, wärmeliebenden Stauden sorgt für Entspannung – ganz ohne ständiges Gießen, um Trockenheit und Hitze entgegenzuwirken. In diesem Buch finden Sie alle Grundlagen, um trockene Standorte im Garten ökologisch sinnvoll und nachhaltig zu gestalten. Dabei hilft ein Blick an den Naturstandort der Pflanzen, denn es gibt zahlreiche Hitzeprofis, die der nächsten Dürreperiode mühelos standhalten.
Katrin Lugerbauer stellt 15 erprobte Pflanzenkombinationen inkl. Alternativen und jahreszeitlichen Ergänzungen vor.
Im ersten Teil geht es um Trockenheit, standortgerechte Pflanzen, richtiges und effektives Gießen und das Gärtnern mit der Natur. Danach wird gezeigt, welche Pflanzen geeignet sind sowie das Lernen von Naturstandort.
Anschließend wird die ökologische und nachhaltige Gestaltung des Gartens behandelt.
Danach geht es in die Praxis: Dies beginnt mit der Einschätzung des Bodens und der Vorbereitung auf das Pflanzen, es folgt das Planen und Anlegen von Pflanzenkombinationen mit Mulchen und Kiesmilch für Trockenbeete. Zum Schluss geht es um die längerfristige Pflege.
Im Folgenden werden viele Beispiele für Pflanzenkombinationen, die erprobt und für trockene Standorte geeignet sind und alle Jahreszeiten abdecken. Es gibt in einer Tabelle eine Basiszusammenstellung, Erweiterungsideen, Pflanzen für Dynamik und Zwiebelpflanzen. Diese sind als Anregungen zu verstehen, es gibt natürlich mannigfaltige Möglichkeiten je nach individuellem Gusto.
Im Anhang werden noch Literaturempfehlungen zum Weiterlesen, mögliche Bezugsquellen, Gärten als Ausflugsziele und Anschauungsmuster und ein Register vorgestellt.
Dieses Buch ist als Reaktion auf den Klimawandel und die Folgen für das Gärtnern zu verstehen und will unnötige Bewässerung vermeiden. Die hier vorgestellten Pflanzenkombinationen sind für die hiesigen Breiten gut geeignet und sollten auch für Gartenneulinge umszusetzen sein. Das Buch hilft auch gut bei der Planung für klimaresistentere Neuanpflanzungen.
Buch 3
Christoph Sailer: Feigen aus dem eigenen Garten. Über 30 leckere Sorten, die sich selbst befruchten, 2., aktualisierte Auflage, Ulmer, Stuttgart 2022, ISBN: 978-3-8186-1621-2, 16,95 EURO (D)
In diesem Buch gibt es alle Grundlagen für die erfolgreiche Kultur und Ernte von Feigen im mitteleuropäischen Klima. Über 30 selbstfruchtende Feigensorten werden mit ihren Wuchseigenschaften und Besonderheiten ausführlich beschrieben. Egal ob im Topf oder ausgepflanzt im Garten, mit dem passenden Substrat, dem optimalen Schnitt und geeignetem Winterschutz bestehen die Feigenpflanzen gegen Kälte, Krankheiten und Schädlinge.
Im ersten Kapitel geht es um die Kulturgeschichte, die Systematik und die Biologie von Feigen. Danach werden die verschiedenen Schritte der Pflanzung und Pflege behandelt. Dies umfasst die Auswahl der Sorten, die Kultur jeweils im Freiland und im Kübel, das Wässern und Düngen, die Vermehrung der Pflanzen und den Schnitt.
Danach werden Krankheiten, Schädlinge und physiologische Schäden und deren Vorbeugung bzw. Bekämpfung behandel.
Das Hauptkapitel mit der Vorstellung der besten Sorten folgt. Die meisten präsentierten Sorten entstammen der Echten Feige. Es werden aber noch zwei Wilfeigen (Wilde Punjab-Feige, Wilde Afghanische Feige) behandelt, die auch für die Kultur in hiesigen Gärten geeignet ist.
Dabei wird immer in einer Tabelle Synonyme und Typ genannt. Danach folgen eine Beschreibung der Sorte und deren Besonderheiten in einem Text. Abgerundet wird dies von einem detaillierten Bild von außen und innen.
Zum Abschluss geht es noch um die Feigenernte und es werden ein paar Rezepte dargestellt.
Im Serviceteil findet man noch ein paar sehenswerte alte Feigenbaumbestände in der BRD und Frankreich, mögliche Bezugsquellen und Feigenbaumschulen, weiterführende Literatur, eine Feigenbörse, den Bildnachweis und ein Register.
Dieser Ratgeber vermittelt das notwendige Wissen, mit dem Hobbygärtner Feigenbäume im eigenen Garten kultivieren können. Es gibt ausführliche Informationen zur Aufzucht, Vermehrung, Geschmack, Vermehrung, Pflege, Düngung, häufig auftretende Schäden und Krankheiten bis hin zur erfolgreichen Ernte. Detaillierte Bilder sorgen für einen visuellen Eindruck und der Biologie. Die Zahl der Rezepte hätte noch ausgebaut werden können.
Buch 4
Jutta Langheineken/Christa Weinrich (OSB): Schwester Christas Mischkultur. Biologisch gärtnern mit dem gesammelten Wissen der Klosterfrauen, 2., aktualisierte Auflage, Ulmer, Stuttgart 2023, 978-3-8186-1832-2, 26 EURO (D)
Seit über 70 Jahren wird im Klostergarten in Fulda nach der Methode der Mischkultur gegärtnert. Schwester Christa stellt neben fundiertem Basiswissen zum Thema Mischkultur, viele bewährte Pflanzenkombinationen vor und erläutert die positiven Einflüsse der Pflanzen aufeinander. Es gibt viele praktischen Anleitungen und Musterbeeten zum Nachpflanzen und Tipps zur nachhaltige Bepflanzung des eigenen Obst- und Gemüsegartens.
Im ersten Kapitel werden die Prinzipien der Mischkultur erklärt.
Mischkultur ist eine Methode des naturgemäßen Anbaus. Pflanzen unterstützen sich dabei gegenseitig. Die einen sondern Düfte ab, die Schädlinge abhalten, andere hinterlassen Nährstoffe im Boden, die von nachfolgenden Pflanzen genutzt werden können, wiederum andere dienen andere Pflanzen als Stütze.
Danach geht es in die Praxis. Nach Tipps für Einsteiger werden die Einschätzungen von Erntemengen, das Anlegen von Beeten, Schritte der Planung, schlechte Kombinationen, Mischkultur in kleinen Gärten und Mischkultur im Gewächshaus skizziert.
Weiterhin werden erprobte Kombinationen für ein Beet zum Nachpflanzen vorgestellt. Ebenso gibt es Informationen zu Mischkultur im Hochbeet und in Reihen.
Zum Schluss wird Mischkultur mit Blumen, Obst und Kräutern an verschiedenen Beispielen behandelt und auf Düfte, Farben und Blüten eingegangen.
Im Anhang gibt es noch Planungshilfen, mögliche Bezugsquellen, weiterführende Literatur und ein Register.
In den einzelnen Kapiteln gibt es Extrabeiträge zu bestimmten Themen von den beiden Autorinnen und Viktoria Freifrau von dem Bussche.
Die Saatfolge wird detailliert beschrieben und es gibt viele Anregungen, welche Blumen, Kräuter und Gemüse zueinander passen und welche nicht. Die gezeichneten Beetansichten und die zahlreichen Abbildungen helfen ungemein.
Der Vorteil der Mischkultur liegt neben der Nachhaltigkeit und Ökologie auf der Hand: Hier wird auch mehr Ertrag erwirtschaftet als bei anderen Anwendungen. Dies ist jedoch mit einem erhöhten Arbeits- und Planungsaufwand verbunden, dessen sollte man sich im Klaren sein.