Wollen wir wirklich zum Vasallen der USA verkommen?
Ein Kommentar von Georg Korfmacher, München
Spätestens seit dem offenen Ukraine-Krieg ist klar, dass die USA dahinter stehen
und vom Rest der Welt erwarten, gemeinsam Russland zu schwächen. In ihrer
militärisch-simplen Denke haben sie aber offensichtlich übersehen, dass die Mehrheit der Länder und somit der Weltbevölkerung sich von den US-Hegemonialvorhaben abwendet und eigene Wege zur Entwicklung des Volkswohles sucht. Also bleiben den USA nur die von ihnen geführte NATO mit ihren europäischen Mitgliedern, um ihre Politik unter den Vorwand des Ukraine-Krieges durchzuziehen. Getreu ihrem bisherigen Gehabe sind dabei Länder, die ihrer militärischen Macht unterworfen oder wirtschaftlich untergeordnet sind, keine Partner auf Augenhöhe, sondern Staaten in einem unbedingten Treueverhälnis zu den USA und unter deren Führung. Ein Paradebeispiel dafür liefert Olaf Scholz höchstpersönlich in einer Pressekonferenz von Biden am 7.2.2022, auf der erim heiklen Zusammenhang mit der Nord-Stream-Sabotage unterwürfig erklärte, dass "wr (die Deutschen) absolut einig (mit den USA) sind und keine anderen Schritte unternehmen werdeb)". (White House Press Conference). In Hiroshima ging es in derselben Tonart weiter. Er konnte zwar keine F16 zusagen, weil wir keine haben, aber mindestens Beihilfe zum Krieg der USA gegen Russland durch Pilotenausbildung, wobei die USA dann das Gerät liefern. Ach wie gut dass niemand weiß, dass er eigentlich Rumpelstilchen heißt. Er will nicht wahrhaben, dass die Politik in Europe seit dem Ukraine-Krieg offen von den USA bestimmt wird, während über 90 Proznt unserer Bevölkerung Frieden will. Aber da ist ja Ramstein, das exterritoriale Sprungbrett der USA für die Steuerung des Krieges in der Ukraine. Welche Absurdität und Respektlosigkeit gegenüber der Souveränität
eines angeblichen Partnerlandes! So behadelt man Vasallen.
Und dann das Geschwurberl unserer Außenministerin von ihrer regelbasierte
Ordnung, die sie sich von den USA überstülpen lässt. Dabei warnt sogar Henry
Kissinger vor einem Regime Change. Bis 2020 hatte sich die EU trotz vieler
Schwierigkeiten gut und zum Wohl von 400.000 Mernschen entwickelt. Mit der
Corona-Pandemie gab es dann erste Risse und mit dem Ukraine-Krieg war es dann
zappenduster. Europa darf nur noch machen, was die USA vorgeben. Allen voran
Deutschland, das zwar erst seine Friedenspolitik an den Nagel hänhen musste, um
ab sofort auf allen Gebieten der Aussenpolitik im Tarnazug aufzutreten.
Nein, unser Volk will diese Vasallengebahren unserer Politiker gegenüber den USA
mehrheitlich nicht. Das Volk wünscht sich eine im europäischen Rahmen eigenständige, ökologisch sinnvolle und humane Zukunft. Die Vielfalt der Völker und Kulturen in Europa ist dafür eine gute Basis. Selbstbestimmt, eigenverantwortlich und in Harmonie mit der Welt, in der wir leben. Während die USA seit Beginn ihrer Existenz mit Krieg und Unterdrückung herrschen, sollten gerade wir Deutschen aus zwei stolz begonnenen aber elend verlorenen Kriegen gelernt haben, dass Krieg nie Probleme löst, sondern nur neue schafft. Andere Länder wie Indien, Brasilien, der mittlere Osten und in Afrika machen uns gerade vor, dass und wie man sich aus dem US-Vasallentum lösen kann. Sind wir dazu zu schwach oder zu dumm?