"Getrübte Biotope"
von Referat für Ökologie und Umweltschutz der Humbold-Universität Berlin
Studentischer Kongress HU Berlin am 2.Juli 2011
Vom 1. bis zum 2. Juli 2011 wird der Referent_innenrat der HU Berlin, insbesondere das Referat für Ökologie und Umweltschutz und das Referat für Antifaschismus einen studentischen Kongress mit dem Titel 'Getrübte Biotope' durchführen.
Der Begriff der Biopolitik nimmt, nicht erst seit der Debatte um die Präimplantationsdiagnostik, den Bedingungen der Kranken- und Pflegeversicherung oder der Sicherheitspolitiken eine bedeutende Rolle im politisch-wissenschaftlichen Diskurs ein.
„Heute fungiert die Natur als entscheidendes Argument, wenn Gesetze erlassen oder Vorschläge entwickelt werden. Sie ist zu einer kaum angreifbaren ethischen Bezugsgröße geworden, die alle anderen Argumente blass aussehen lässt.“
(E. Badinter, Der Konflikt)
Die Etiketten‚ "Bio"?, "Ökologisch"? und "Nachhaltigkeit"? haben in weiten gesellschaftlichen Kreisen z.B. in Bezug auf Kaufentscheidungen an Bedeutung gewonnen. Auch in der universitären Bildung werden Biologismen und Naturalisierungen oft als gegeben hingenommen.
Der Kongress will hierzu, abseits von Extremismusdebatten, andere Perspektiven anbieten und durch Workshops einen Umgang mit diesen Phänomenen erarbeiten.
Der im Anschluss herauskommende Tagungsband wird die kritischen Sichtweisen sammeln und weitere Auseinandersetzungen ermöglichen.
www.refrat.hu-berlin.de/oeko