Diskurs USA – Kuba über Bioethik und drohende Umweltprobleme für Florida und Kuba durch US-Ölprospektionen
Von Gerd Elvers
In den momentan laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Kuba um die Normalisierung der Beziehungen geht es nicht nur um technische Fragen über die Wiederherstellung von diplomatischen Beziehungen oder um Themen wie Aufhebung der Blockade sondern um Sondierungen über gemeinsame Projekte wie der Schutz der Meeresambiente zwischen Florida und Kuba. Als ein besonderes Thema bietet sich dabei ihre Bedrohung durch die Ölprospektion amerikanischer Konzerne im kubanischen Teil des Golfs von Mexiko an. Heute steht zu befürchten, dass mit der Normalisierung der Beziehungen der kubanische Teil des Golfes von über hundert Tausend Quadratkilometer für US-Ölkonzerne offenstehen wird, mit drohenden Gefahren für Florida und dem längsten Korallen- und Mangroven-Biotop der Welt 1000 Kilometer entlang der Nordküste Kubas. Bei einem möglichen Unfall einer Bohrinsel (pozo auf Spanisch) wie im Fall von Deepwater Horizon von BP vor fünf Jahren könnte das austretende Öl vom Golfstrom aufgenommen und in Richtung Osten nach Florida, Kuba und den Bahamas verfrachtet werden. In den letzten Wochen gaben sich die US-Kapitalvertreter wie der Chef der Industrie- und Handelskammer in Havanna die Klinke in die Hand, um mögliche Geschäfte zu sondieren.
Vorläufer des heutigen Dialoges USA-Kuba
Aus dem kubanischen Fernsehen im April 2015 war ersichtlich, dass daran gedacht ist, vor Havanna in einer der schon zwei von Kuba „freigegebenen“ Parzellen im Meer eine Bohrinsel im flachen Bereich zu errichten, die in der Form des horizontalen Drillings zuerst in die Tiefe und dann in Richtung des Golfs bis auf 2 Kilometer Tiefe mögliche Erdölfelder anzapfen soll. Es ist klar, dass nur wenn die USA und Kuba an einem Strang ziehen, die Ökologie eine Chance hat. Wie steht es aber mit den grundsätzlichen Einstellungen beider Länder zur Ökologie? Schon einmal, 2004, fand eine gemeinsame Konferenz über die Krisenerscheinungen in der Welt und neuen Lösungsansätzen unter der Leitung von M. Agazzi auf Einladung der Philosophischen Fakultät der Universität Havanna statt (1). Deren Ergebnisse wurden in der Form von 20 Vorträgen in einem Sammelband publiziert, der erst 2013 unter der Edition von Felix Varela und der wissenschaftlichen Koordinatorin Thália Fung in Kuba publiziert wurde, vielleicht in Kenntnis der schon damals geheim ablaufenden Verhandlungen zwischen den USA und Kuba (2).
Neues Denken und Antworten des XXI. Jahrhunderts gegen die ökonomische Dominanz
Aus der heutigen Sicht der Dinge wird die Ökonomie über die Ökologie siegen. Aber ist das ein unabänderliches Gesetz? Kann nicht ein neues Denken zu neuen Ansätzen von Politik führen, und welche Wege führen dazu? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des damaligen Gedankenaustausches, und sie sind heute so aktuell wie eh und je. Die Motivationen für das Symposium 2004 von Seiten der USA und Kuba waren im Einzelnen unterschiedlich, im Generellen eint sie eine Frage und ein Ziel: Worauf sind die weltweiten Krisen in den Geistes- und den Naturwissenschaften wie in der Philosophie, der Ethik, der Politischen Wissenschaften einerseits und in dem Ökosystem, der Ökonomie, andererseits zurück zu führen, und geben neue philosophische Ansätze neue Antworten? Bietet das XXI. Jahrhundert eine neue Basis des Denkens mit globalen, universalen Lösungsansätzen, die jenseits der „klassischen“ Positionen wie Marxismus und Liberalismus liegen? Dabei sollte es nicht auf ein „modernisiertes Aufpeppen“ alter Positionen ankommen, sondern radikal neue Ansätze sollen auf ihre Tauglichkeit einer Krisenbewältigung abgegriffen werden.
Die US-Seite, die das kritische Denken der Ostküsten-Liberalen aus ihren Universitäten 2004 nach Havanna mitbrachten wie Al Gore heute, jenseits der konservativen Denkschulen und weit entfernt von der Tea-Party, spielte die Bälle auf das Spielfeld: Als neue Theorien in einem neuen terrestrischen und universalen Denken bieten sich die Bioethik, sowie die Theorie der Komplexität jenseits der einzelnen Disziplinen an. Die Finanzkrise wird von der US-Seite als Chaos- und Ethik-Krise des Kapitalismus identifiziert. Sie entlarvt den Neoliberalismus als Mythos einer prästabilisierten Harmonie vor allem in Lateinamerika. Er ist verantwortlich für die Klimawende. Neue Modelle können neue Lösungen für die Ökonomie anbieten wie die Bioethik als neue Ethik für eine radikale Denkwende im Klimaschutz. Für die kubanische Seite ist das Motivationsfeld breiter angelegt. Sie nimmt zwar die Bälle auf, die auf ihr Feld gespielt werden, modifizieren sie aber in eine eigene Richtung, um sie zu akzeptieren. Sie setzen den mit westlichen Inhalten gefüllten Begriffen ein „Meta“ vor, also Metadialektik, Metabiotik, Metapolitik (3) . Meta ist kein Mantra, sondern als ein Token, als ein Zeichen zu verstehen, dass dem ursprünglichen Objekt ein „Ziel“ jenseits der westlichen Begrifflichkeit verleihen soll, im Sinne eines modernen Sozialismus.
Versetzt man sich in die „Chefdenker“ des sozialistischen Systems Kubas, so konnten diese rasch erkennen, dass nicht nur das kapitalistische System von der Krise erfasst ist, sondern dass dies erst Recht auf ihr sozialistisches System zutrifft. Mit dem Untergang des realen Ostblocks war die spezifisch sowjetische Ideologie untergegangen, und Kuba musste aus den Trümmern des Überbaus wenigstens die Grundmauern des Marxismus frei schaufeln. Zwar konnte sich Kuba auf die eigene authentische Revolution (Fidel Castro) berufen, dazu José Martí als originären kubanischen Denker, Freiheitshelden und Philosophen heran ziehen, dennoch blieb eine ideologische Lücke für eine „Philosophie der Zukunft“ übrig, die als Basis für den philosophischen Dialog mit der Welt dienen konnte und als Grundlage für das eigene Unterrichtssystem. Chinas ideologische Konstruktion einer Verbindung von Kapitalismus mit Konfuzius und einem Rest Mao-Gedanken kommen nicht in Frage. So zwang schon die praktische Notwendigkeit, den Studenten für ihr Grundstudium neben einem „aufgefrischten und offenen“ Marxismus-Leninismus und die von „Sowjetismen“ bereinigte prämarxistische Geschichte der Philosophie (4) das Lehrgebäude der „Politischen Wissenschaften“ anzubieten ohne seine bürgerlichen Fallstricken und die irrlichternden Geister des Kalten Krieges. Für diese Evaluierung brauchten aber die Dozenten, Professoren, Literaten selber erst einmal einen Überblick über den Markt der Politischen Wissenschaften des Westens. Diese Aufgabe übernahmen die „ciencias sociales“ in Havanna als Editoren und wissenschaftliche Symposien wie das von den USA mit Kuba.
Verbale Demut der bürgerlichen Wissenschaften
Zu Hilfe kam und kommt ihnen dabei, dass die bürgerlichen Wissenschaften selber sich in der Krise ihres Selbstverständnisses befinden und sich in einer Phase der „verbalen Demut“ sich von der Formulierung absoluter Wahrheiten distanzieren. Konfrontiert mit einer merkwürdigen Dissonanz zwischen philosophischer Demut der Wissenschaftler und der Fortführung einer imperialistischen Außenpolitik ihrer Politiker, kann man sich zwar wie die Kubanerin Zuleica Romay fragen, ob nicht hinter der akademischen Demutsgeste das „Trojanische Pferd“ der geistig-sozialen Dominanz in das Denken der Völker eingeschleust werden soll (5). Um aber nicht jeden Diskurs zwischen verschiedenen politischen Lagern mit Verdächtigungen zu vergiften, sollte man mit einem Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen in der wissenschaftlichen Welt beginnen, um im Diskurs zu sondieren, was Sache ist.
Der Westen begründet seine Demut auf dem Symposium mit methodologischen Fehlern in dem abgekapselten Denken und Arbeiten in einzelnen Disziplinen wie Mathematik, Ökonomie, Recht, Literatur, Logik, Geschichte, Politik u.s.w. (6). Die westlichen Kritiker fordern daher das Transdiszipline, das wissenschaftliche Arbeiten über die Schublade der einzelnen Disziplin hinweg. Den Kubanern kann diese Herangehensweise nur Recht sein, da ihr eigenes, der Sowjetunion entliehenes monopolistisches Denken, gescheitert war, und die transzendente Kombination verschiedener Disziplinen, orientiert an der Bioethik, einen Ausweg aus dem Dilemma bietet.
Begründet ist dieser Denkansatz mit der Bioethik mit der neuen Sichtweise der Welt als ein Ganzes, das ein neues Bewusstsein von „Mutter Erde“ ermöglicht, gefördert durch die Astronautentechnologie und den grenzenlosen Austausch durch die moderne Cyberwelt. Wenn über der in der Sonne gleißenden Mondfläche der „Blaue Planet“ vor einem schwarzen Himmel aufsteigt, wird mit diesem berühmten Bild des neuen Bewusstseins mehreres deutlich: die furchterregende Einsamkeit von Leben in einem ansonsten lebensfeindlichen wüsten Planetensystem, wo das einzige Meer in Form einer Eiswüste auf dem Saturnmond Titan existiert, wo das Verletzbare der terrestrischen Existenz in der Form einer hauchdünnen aber lebenswichtige Atmosphäre über der Erde schwebt, die falls sie zerreißt, kein Leben mehr vor dem Bombardement kosmischer Strahlen und Partikel schützt, und wo die Farbe blau aus den Atomen des lebensspendenden Sauerstoff besteht, der vor Milliarden von Jahren als die erste Form des Lebens von Mikroorganismen erzeugt wurde.
Das XXI. Jahrhundert ist die Ära der Bioethik
Zugleich wächst die Erkenntnis von der Krise der Menschheit und der Menschlichkeit, weil die heutige menschliche Ethik das Verhalten des Menschen von seiner Zerstörungswut gegenüber der Natur nicht abhält und damit von seiner eigenen Zerstörung durch Überbevölkerung, Umweltzerstörung, Klimawechsel, Biosterben. Die logische Einsicht in die Notwendigkeit zum Handeln um den Preis des Überlebens der Menschheit reicht zwar zur Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit nicht aber zu seiner Abhilfe aus. Dies löst eine generelle Stimmung der Unsicherheit aus, die die Postmoderne des XX. Jahrhundert ausgezeichnet hat, und die die Demut rechtfertigt. Daher ist nach Van Rensselaer Potter eine neue Ethik für das XXI. Jahrhundert erforderlich, die das Leben (Bio) in seiner Ganzheit schützt, die Bioethik (7). Der Begriff „Bioethik“ wird hier im allgemeinen Sinn als Umweltethik (environmental ethic) verstanden und nicht auf die aktuelle Diskussion eines Teilbereichs, der biomedizinischen Konvention des Europarates (biomedical ethic) verengt, nachzulesen in „Wikipedia“.
Kuba: Von der Politik zur Metapolitik
Auch den Thesen von Potter kann die kubanische Seite im Symposium zustimmen, mit der Ergänzung, dass die Politik das Überleben nur in Kooperation und Solidarität zwischen den Menschen sichern kann, in der Terminologie von Fung die Metabioethik. Solidarität lässt sich des Weiteren nur sichern, wenn die Politik die ökonomische Ungleichheit zwischen den asymmetrischen Gruppen aufhebt, die kollektive Gerechtigkeit mit den individuellen Rechten verbunden wird und Minderheiten durch Mehrheiten nicht unterdrückt werden. Könnten sich die politischen Wissenschaften diesem Konstrukt anschließen, wäre auch die Transformation zur Metapolitik realisiert. Kuba wird in dieser Weise – schreibt Fung – die Lehrpläne an den Universitäten fortschreiben. Das wird viel Arbeit und Zeit erfordern, aber unumgänglich sein, denn bezugnehmend auf Hans Jonas wird die „unendliche Fortsetzung der Menschheit auf der Erde nur möglich sein, wenn diese endlich die Verantwortung für die Natur übernimmt“ (8).
Absolutheit und Totalität im neuen Denken
Solche Absolutheit und Totalität wie das Überleben der Menschheit, - was gäbe es Totaleres in der eigenen Position als das Überleben - finden sich bei vielen Ökologen, die mit der Globalsicht meinen, den Schlüssel zu einer neuen Philosophie gefunden zu haben, dem sich alles andere unterzuordnen hat. Die Grünen, die bei der letzten Bundestagswahl über ihren Monopolanspruch gestolpert sind, können ein Lied davon singen. Aber nicht die Form eines „Ökofaschismus“ ist wirklich gefährlich, sondern etwas anderes. Unterstellen wir einmal folgende Möglichkeit: Die USA verständigen sich mit China über wirksame Umweltauflagen auf der Pariser Weltkonferenz 2015. Beide Gigaverschmutzer wollen nicht mehr über niedrige Umweltstandards konkurrieren, weil auch das chinesische Politbüro begriffen hat, dass ihre Familien samt „Prinzen“ in Peking zunehmend an Lungenkrankheiten leiden. Neue Umweltauflagen werden weltweit erlassen. Frage: Hat sich irgendetwas am imperialistischen Gehabe der USA und an der Aufteilung der Welt in Machtblöcken geändert? Oder wird nicht die neue Bioethik in die gegebenen Machtinteressen der Großen einfließen und als neue politische Waffe gegen ungehorsame Staaten eingesetzt, falls diese die Auflagen nicht einhalten? Falls die USA den Paradigmenwechsel zur Ökologie vollzieht, wird diese zur neuen Motivation in dem imperialistischen Machtkomplex.
Potter: Die neue Bioethik revolutioniert das ganze Denken
Die Bioökologie hat in der Person von Van Rebselaer Potter diese Gefahr erkannt, und die Kubanerin Fung hat dies verinnerlicht. Für ihn und sie ist „die Moral nicht nur sozial Externes, sondern ein Teil der Produktion des wissenschaftlichen Wissens über die Welt. Das bedeutet einen radikalen Wechsel in den Idealen und dem Erkennen. Wir haben bis zur Gegenwart mit Idealen operiert, die das objektive Erkennen sucht, die Wahrheit, die die Herrschaft des Menschen über die Natur und die Gesellschaft erlaubt, mittels der Beschäftigung von Kontroll-Relationen, die auf diesem wissenschaftlich Erkennen basieren. Das Zentrum der Aufmerksamkeit verlagert sich auf den Vorschlag von Potter, die Einstellung von der traditionellen aseptischen Produktion der objektiven Erkenntnisse und „reinen“ Wahrheiten auf das Gebiet zu verlagern, das die Subjektivität mit involviert, also auf die Vorschläge, die auf den Gebrauch und die Folgen des Gebrauchs jener Erkenntnisse zielen. Dies bedeutet, dass in diesem Konzept das Objekt der Wissenschaft auch den Verlauf der Aktionen betrifft, die wir unternehmen müssten, um mit der Erkenntnis voran zu kommen und um die Zustände der aktuellen Sachen zu überwinden“ (9).
Über die Bioethik zu Erkenntnissen über Kosmosvisionen, Kodizes, Hermeneutik des Alltäglichen
Mit anderen Worten: Wenn wir uns mit den grundlegenden Fragen der Einheit von Leben und Ethik beschäftigen und wie beides miteinander verbunden ist, gewinnen wir aus diesem Prozess des Erkennens ein Niveau der Ethik, dass wir mit dieser neuen Ethik auch Fragen wie imperiale Macht und Machtstrukturen auf humane Weise lösen können, vorausgesetzt diese Ethik findet in das alltägliche Denken und Handeln der Allgemeinheit Eingang. Die Hoffnung dieses neuen Denkens ist darauf gerichtet, dass dann das US-Volk und seine Politiker von diskriminierenden und aggressiven Handeln gegen andere Staaten Abstand nehmen. Die Hoffnung ist auch darauf gerichtet, dass im konkreten Fall des geplanten Offshore-Drillings die USA und Kuba der Ökologie das Primat gegenüber der Ökonomie zugesprochen wird, dass man von dem BP – Desaster vor der Küste New Orleans lernt und in den gemeinsamen Gesprächen nach Lösungen sucht. In den USA ist trotz aller republikanischen Widrigkeiten zumindest innerhalb der demokratischen Partei ein Umdenken möglich, bei der kubanischen Seite sowieso, wie Fung schreibt. Philosophisch gesprochen, stehen sich das Objekt und Subjekt nicht unvermittelt gegenüber, wenn sie eine Reaktion miteinander eingehen, sondern das Objekt verändert sich simultan, wenn es durch das Subjekt adressiert wird (10).
Aufhebung der Zweiteilung von Subjekt und Objekt bei Fidel und Che
Für die Kubaner ist die Aufhebung der Zweiteilung (Dichotomie) zwischen Subjekt und Objekt nichts Neues: Anders sind die zwar kühnen, aber nicht tollkühnen Aktionen von Fidel und El Che nicht zu verstehen. Die Erkenntnisprozesse von Fidel und Che waren bei ihren Aktionen darauf gerichtet – der eine bei seinem Angriff auf die Moncada-Kaserne, der andere bei seinem Guerilla-Unternehmen gegen die Diktatur in Bolivien - dass sie während ihrer Aktionen die Chance hatten, ein anderes – günstigeres – Erkenntnis-Objekt vor zu finden, als es zuvor den Anschein hatte. Fidel erwartete, dass in der Kaserne viele Soldaten waren, die sich während seines Angriffes auf seine Seite schlugen würden. El Che erwartete, dass sich die Bauern auf seine Seite schlagen würden, wenn er mit seiner „columna“ auf seinem Zug durch Bolivien an die Türen ihrer Hütten klopfte. Ob sich die Objekte ihres Handelns tatsächlich in ihrem Sinne verhielten, konnten Fidel und Che erst durch ihre revolutionären Aktionen erkennen, wobei sie ihr Leben einsetzten. Che starb nicht durch Mörderhand, sondern fiel als Revolutionär im internationalen Kampf.
Revolutionäres Handeln, Komplexität und Ungewissheiten
Revolutionäres Handeln hat es wie jedes Handeln mit Ungewissheiten zu tun. Das bioethische Denken führt nicht nur globale Aspekte in die gegenwärtige soziale und politische Agenda ein, sondern produziert ein Nachdenken über absolute und separate Methoden und Kosmosvisionen, Kodizes und Erkenntnisformen im Wissenschaftlichen und Alltäglichen. Das passiert jedes Mal, wenn auf das Objekt der Untersuchung und das erkennende Subjekt die Methodik der Komplexität und der Dialektik angewandt wird, um die Ungewissheit als conditio sine qua non-Bedingung menschlichen Daseins als unabänderlich anzuerkennen, aber es zugleich einzugrenzen, um trotz der Unwägbarkeiten kalkulierbarer zu machen.. Aber es geht nicht nur um die Eingrenzung von existenziellen Ungewissheiten. Gernot Ernst hat in seinem Buch über „Komplexität, Chaostheorie und die Linke“ dargestellt, wie neues Denken in Komplexitäten, Netzwerken, ökologischen Systemen eine Symbiose mit Friedrich Engels Dialektik der Natur eingehen kann als Bausteine einer Fortentwicklung sozialistischer Theorien (11). Im folgenden sollen dazu einige Aspekte aufgezeigt werden.
Fluch und Segen der transdisziplinen Komplexitäten
Wir haben es nicht nur mit der Kombination von „Leben wahren und Ethik“ zu tun. In dem Katalog von Disziplinen bieten sich gemäß der Komplexitätslehre viele Komponenten an, deren Interaktion untereinander untersucht werden können, als mögliche Form eines Gegenteils von Einfachheit, Determinismus und Überschaubarkeit. Fluch und Segen transdisziplinärer Komplexitäten liegen dabei dicht neben einander. Desaströs für das Kapital hat sich die Kombination von Mathematik und kapitalistischer Ökonomie erwiesen, deren dogmatische Anwendung bis heute die neoliberal geprägte Ökonomie beherrscht. Die formelhafte Anwendung von Kauf- und Verkaufsorder von Aktien für angeblich optimale Portefeuilles von Aktienpaketen auf der Grundlage von zweifelhaften Bonitätsanalysen haben die den kapitalistischen Finanzmärkten zu Grunde liegenden Debilität unkontrollierte Ausschläge (Volatilität) beschert, die die Börsen zeitweise ins Chaos stürzten. Auf dem Symposium sieht die kubanischen Seite darin die Krisenanfälligkeit des kapitalistischen Systems bestätigt.
Kants reine Vernunft, der emotionale Apparat und das Diktum der Evolutionslehre
Weniger bestätigt kann sie sich fühlen, dass die Souveränität der kantianische „reinen Vernunft“ der deutschen klassischen Philosophie durch naturwissenschaftliche Biologismen und Netzwerkstrukturen wie die Neurologie in Frage gestellt wird. Auf den Aufklärer Kant beruht der Marxismus, weshalb sein Denkmal in Königsberg die Rote Armee nicht zerstört hat. Was soll man als Marxist sagen, dass die Autonomie des Denkens, also die reine Vernunft in Frage gestellt wird, weil die Denkrichtung durch den emotionalen Apparat bestimmt wird, und dies auf chemischer Grundlage? Viele bisher als negativ angesehene Emotionen wiederum wie Geiz, Eifersucht, Zorn, ….die allen Menschen aller Kulturstufen zu Eigen sind, die die Dynamik der Shakespeare-Dramen ausmachen und einen Teil der Ethik berühren, stehen unter dem Generalverdacht der Evolutionslehre, gar nicht so negativ zu sein. Irgendwann und irgendwie können sie von Nutzen für das menschliche Überleben sein, ansonsten wären sie in den Jahrmillionen der bisherigen Menschheitsgeschichte eliminiert worden. Inzwischen schwenkt diese Auseinandersetzung zwischen Philosophen und Neurologen auf eine Kompromisslinie ein, die beiden Richtungen gerechter wird.
Kosmologie: Denken außerhalb von Zeit und Raum
Das Hin und Her zwischen Geistes- und Naturwissenschaft in der transdisziplinären Methodik, wobei letztere immer mehr an die Sockel der Geisteswissenschaften rüttelt, erfährt seinen Höhepunkt in der philosophischen Kernfrage nach dem Sinn des Lebens, das die Bioethik nicht hinterfragt, wenn man nicht zu metaphysischen Erklärungen greifen will, wie die Bewahrung von Gottes Schöpfung. In der Fragestellung liegt schon die Antwort, sagt Luis Althusser und Jacques d´Hondt meint: Die Philosophie agiert außerhalb von Zeit und Raum. Wenn Althusser Recht hätte, hebt sich die Bioethik selber auf. Indem sie nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt, unterstellt sie, dass es keinen Sinn hinter der Existenz der Menschheit gibt. Jonas begnügt sich mit der Feststellung, die Sinngebung von der Bedingung der Übernahme von Verantwortung für die Welt durch den Menschen abhängig zu machen. Und zu d´Hondt gerichtet: Wer kann außerhalb von Zeit und Raum Philosophie betreiben, wenn nichts aus nichts kommt? Ex nihilo nihil fit, stellt Thalia Fung fest (12). Fung wird mit ihrem materialistisch-marxistisch geschulten Denken der von ihr proklamierten Position der transdisziplinären Komplexität untreu, weil sie übersieht, dass es eine Disziplin gibt, die ein Denken außerhalb von Zeit und Raum für möglich hält, und dass die moderne Naturwissenschaft lehrt, dass das Sein aus dem Nichts entstehen kann: Es ist die moderne Kosmologie bei Stephen Hawking und Alexander Vlenkin, deren Leistungen sich nicht nur die USA an ihr Revers stecken kann. Was zumeist übersehen wird: In einer Nachbetrachtung der wissenschaftliche Leistung der Sowjetunion waren die Arbeiten von Andre Linde, Lew Landau und anderen in der theoretischen Physik, einschließlich der Kosmologie, die Krönung.
Was ist Sinnhaftes an der Selbstzerstörung der Natur?
Was haben diese Inhalte noch mit der Bioethik zu tun? Wenn das neue Denken zu Recht auf die Gefahr der Zerstörung der Natur durch den Menschen und auf seine Abwendung hingelenkt wird, dann verdient dieselbe Aufmerksamkeit auch die Selbstzerstörung der Natur (Kosmos), die in ihr seid ihrer Entstehung in kosmisch langen Zeiten angelegt ist, jenseits von allen kurzfristig wirkenden Gleichgewichtsmodellen, die für die Chaos- und Katastrophentheorie aber auch der Biogenetik gelten, wie Gernot Ernst darstellt. Die Biogenetik zählt zu diesen Gleichgewichtsmodellen. Sie unterstellt, dass bei dem nötigen verantwortungsbewussten Verhalten des Menschen als Teil des Bios dieses Bio als Ganzes gerettet werden kann, wenn auch, gemessen an den kosmischen Zeiten, nur kurzfristig. Worin liegt aber der Sinn, etwas kurzfristig zu retten, was langfristig verloren ist? Eine Antwort gibt Kants Kritik der praktischen Vernunft. Menschsein heißt, dem moralischen Gesetz der Achtung anderer Menschen und – so kann man hinzu fügen – der Achtung der Natur zu folgen – auch dann, wenn die Selbstzerstörung in ihr angelegt ist.
Kosmologische Endzeitfragen überfordern Cro-Magnon-Gehirn
Eine weitere Antwort könnte in dem „Weltgeist“ von Hegel liegen: Sieht man mal von der lächerlichen Meinung Hegels ab, dieser Weltgeist wäre in dem Despoten Napoleon inkorporiert, könnte dieser Weltgeist eine Denkbrücke sein, die zur These hinüber führt, dass der Kosmos seiner Existenz ein eigenes Bewusstsein verleiht, vermittelt über intelligente Wesen, wie Erich Müller schreibt (13). Eine wenig überzeugende Möglichkeit, weil durch ein wissenschaftliches Experiment nicht nachweisbar? Zwar kann einerseits der hegelianische Idealismus in seinem „geistigen Horizont“ spekulativ weiter ausgreifen und somit dem „Zeitgeist“ der Postmoderne mehr entgegen kommen, als das der materialistisch gebundene Marx vermag. Andererseits ist für den „erdverbundenen“ Marx das Bewusstsein das wissende Sein, und das Sein der Menschen ein Produkt seines realen Lebens und der Praxis. Die Praxis wiederum wird durch die geistige Arbeit des Gehirns vermittelt. An dieser Stelle kommt wieder die Neurologie zum Zuge, die belegt, dass das menschliche Gehirn mit seinen 100 Milliarden Zellen und den darin gespeicherten Netz-Informationen über die Welt zwar ein kleines enzyklopädisches Abbild des Kosmos darstellt, was viel ist, was aber nicht ausreicht für die Klärung von Letzt-End-Fragen.
Enzyklopädische Speicherung und Demokratisierung des Denkens
Kurzum, dieses hundert Tausend Jahre alte Cro-Magnon-Gehirn ist noch zu dumm für eine solche Klärung. Erst mit einer über die Cyber-Welt ermöglichte und ständig verbesserte Verknüpfung mit Milliarden anderer Gehirne und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen kämen wir endgültigen Antworten näher, wobei die Fortschritte der enzyklopädischen Speicherung und die mit ihm laufende „Demokratisierung des Denkens“ unübersehbar sind, verglichen mit der „Zettelsammlung“ von Niklas Luhmann oder dem jahrelangen Verbringen von Marx in Londoner Bibliotheken für Tausende von Exzerpten (14) im Verhältnis zu den E-Books heute und Wikepedia, dessen Fehlen ich hier in Kuba durch dessen Blockade des Internets persönlich verschmerzen muss, an dem aber Obama schon heftig rüttelt. Ein Triumpf der Menschheit? Foucault schüttet Essig in diesen Wein, denn die Entschlüsselung der Wahrheit in ihrer Ganzheit würde uns die letzte geistige Freiheit nehmen, die jetzt schon – Schritt für Schritt – die Naturwissenschaft immer weiter einengt, um den Gegenwert von mehr Wissen. Die humane Mission des Weltgeistes und mit ihm der Auftrag an die Menschheit, die Gewissheit des Kosmos zu sein, wäre im Augenblick ihrer Erfüllung erledigt. Oder wir gehen von der Unendlichkeit des Kosmos aus, der sich bis in seine entferntesten Ecken nie ausleuchten ließe, so dass sich für die Menschheit auf neue Erkenntnisse immer weitere Fragen eröffnen.
Es sind bleibende Unsicherheiten, die im Gegensatz zu der eschatologischen Euphorie der Bioethik stehen, die sich dem indigenen Schamaismus der Abya Yala, der Madre Tierra, annähert. Glaube versetzt Berge, der Glaube des Mittelneolithikums von Stonehenge versetzte tonnenschwere Menhire aus Wales nach Südengland. Soll man also mit zu viel rationaler Skepsis der Bioethik ihren Impetus nehmen? Aber auch von der individuellen Seite des Menschseins wird der Totalismusanspruch der Bioethik problematisiert und den Ungewissheiten eine weitere zugeführt: den existentiellen Fragen der Menschen, der Erkenntnis, dass Leben zugleich mit dem Tod verbunden ist, wie es auch die „Kosmologie vom Anfang und Ende“ nahe legt. Diese Zweifel belasten den dialektischen Prozess von der Dekonstruktion der alten Philosophie über die Rekonstruktion zur Konstruktion einer neuen. Um diese Zweifel zu bekämpfen, braucht die Bioethik einen zusätzlichen Impuls, der von der Pädagogik zu liefern ist, meint Edgar Morin in seinen „Sieben Wissen, die notwendig sind für die Erziehung der Zukunft“, die von der UNESCO publiziert worden sind (15). Dass sich dem Fung anschließt, bedeutet, dass diese Ansätze auch Grundlagen der Lehrausbildung in Kuba sein werden.
Sieben bioethische Wissensstufen für Lehrende nach Edgar Morin
Ausgangspunkt für den Lehrenden ist die Erkenntnis über die Blindheit der Kenntnisse, so lange diese nicht dem Menschen das Gefühl für die kosmische Menschheitskultur geben. Morin geht also von der dialektischen Dekonstruktion des bisherigen Wissens aus, eine notwendige Zerstörung des alten für das Neue. Mit der Öffnung zu einer neuen Rationalität ist die Möglichkeit der Rekonstruktion für Prinzipien einer zutreffenden Kenntnisnahme für die Lehrenden geschaffen. Es sind neue Verbindungen mit dem globalen Kontext zu erstellen, das multidimensional das gesamte Wissen der Welt enzyklopädisch erfasst. Dieser Stufe folgt drittens die Unterrichtung in die Conditio humana, eine allumfassende Unterrichtung in die menschlichen Zustände bei der konkreten Synthese der menschlichen Komplexität, physisch, biologisch und soziokulturell. Zum letzteren zählt nicht allein der plurale Diskurs in Literatur, Kunst, Poesie sondern das ganze menschliche Abenteuer einschließlich die Ordnung und die Unordnung, das Chaos und die Organisation in der Welt. In einem weiteren Schritt soll der Unterricht die irdische Identität behandeln, die unerschöpflichen Quellen der Liebe, um eine Kultur gegen den Egoismus, den Rassismus, die Präpotenz und die Ausgrenzung zu entwickeln, auf der Basis einer konkreten und zugleich planetarischen Ethik.
Das Leben mit seinen Gewissheiten und Zweifeln, seiner Hoffnung und Verzweiflung
Der fünfte Lehrinhalt betrifft die richtige, d.h. planetarische Einstellung gegen die Ungewissheiten, die in der Lage ist, die Komplotte des Lebens in seinen realen Widersprüchen auf sich zu nehmen. Es geht gegen ein simplifizierendes Denken von einer Zukunft, in der Sicherheit und Wahrheit a priori herrscht. Im Gegensatz dazu steht ein komplexes Denken, das das Leben wie ein Horizont von Optionen der Zweifel und Sicherheiten konzipiert, das der Hoffnung und der Verzweiflung. Diese realistische Position von Morin wird von anderen Vertretern der terrestrischen Biogenetik nicht geteilt, die in einer Art quasi- religiöser Heilserwartung die Möglichkeit der Utopie einer heilen Welt proklamieren: Der Mensch als Erlöser seiner selbst - wie es auch Marx in seiner kommunistischen Utopie gesehen hat – und nicht durch einen exterrestrischen Erlöser. Molin setzt auf die Logik in der Einsicht des Unumgänglichen – den Schutz der Natur vor dem Menschen als Teil der Natur, und nicht auf die Kraft des quasi-religiösen Glaubens.
Die Lehre für die Unterrichtenden: Kein fruchtloses autoritäres Gehabe aus der Ignoranz heraus
Der vorletzte Punkt nach Molin betrifft die Lehre für den Unterrichtenden, der während er unterrichtet – in Kommunikation mit seinen Schülern und den Lehrinhalten – selber lernt, sich selber weiterbildet, indem er über den bisherigen Tellerrand seiner Disziplin zu anderen schaut und das fruchtlose autoritäre Gehabe aus der Ignoranz heraus aufgibt im Dialog mit seinen Schülern. Aus all dem schlussfolgert Molin in seiner Studie für die UNESCO, dass über die Pädagogik eine weltumspannende Kultur des menschlichen Zusammenlebens entstehen sollte, ohne Autoritäres und ohne sterile Intoleranz, eine planetarische Bürgerschaft, in der sich die Beziehungskette: Individuum – Gesellschaft – Menschheit in all ihrer Komplexheit der Mediation (Vermittlung), der Entschlüsse (determinaciones ) und textualen Beschaffenheit wieder findet, herzustellen über eine demokratische Partizipation.
Viele werden meinen, dass es sich um eine idealistische Utopie handelt, die in der heutigen Welt des Elends, des Terrors, der ungleichen Kriege, der Dominanz der Großkonzerne keinen Platz hat. Keinen Platz habe auch eine weltweit existierende marxistische Ökologie nicht, wie sie der Kanadier David Peerla fordert (16). Darum geht es - allgemein gesehen - in der realen Politik Lateinamerikas auch nicht. Es geht darum, dass in den verschiedenen Bewegungen der Bauern und Landarbeiter, der Frauen, der Indigenen, der Arbeiter die Ambiente-Bewegung, einschließlich der Bewahrer und Verteidiger der Bio-Diversitäten ihren Platz erhält, wobei die Umweltbewegung neben der sozialen eine Klammerfunktion der verschiedenen Strömungen zukommen würde (17).
Perspektiven USA - Kuba
Und die US-Ölkonzerne, die mit der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zu Kuba auf die Prospektion des Anteils des Golfes von Mexiko lauern, der auf Kuba entfällt? Mit den niedrigen Ölpreisen ist vorerst nicht damit zu rechnen, weil sich die Investitionen für Tiefseebohrungen vorerst nicht rechnen. Damit ist Zeit gewonnen, dass die Bildungsziele von Fung und anderen breiten Eingang in Kuba fänden, weil diese, aus der Menschlichkeit angelegt wie bei José Martí, auf breite Zustimmung, also identitätsstiftend, stoßen können. Sie könnten den Anstoß in der kubanischen Zivilgesellschaft geben, dass das Spannungsverhältnis zwischen Ökonomie und Ökologie zugunsten der Ambiente gelöst wird. Gleiches gilt für die USA. Die Nagelprobe für das amerikanische Umdenken ist die Pariser Weltkonferenz der UNESCO 2015: „Unsere gemeinsame Zukunft unter dem Klimawandel“. Zudem sollten die Ergebnisse des Symposiums 2004 Bestandteil bei den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Kuba werden.
Literatur
1. Agazzi M. :Conferencia dictada en la Universidad de La Habana, invitado por la sociedad cubana de investigaciones Filosóficas, 2004
2. Thália Fung: El mundo contemporáneo en crisis, La Habana, 2013
3. Thalía Fung: Metadialécticas, Metabioética, Metapolitologia, in: El Mundo Contemporáneo, pp. 213
4. M. T. Jowchuk, T.I. Oizerman, E.I.Y. Schipanow: Historia de la filosofía, Tomo I, Moskau, 1978
5. Zuleica Romay: Otra vez los caballos de Troya. Exploraciones sociales para la dominación, in: Pensar contra corriente, cincias sociales, La Habana 2009, pp. 27
6. Rigoberto Pupo: Ecosofía, Cultura, Transdisciplinariedad, in: Thalía Fung, a.a.O. p. 202
7. Van Rensselaer Potter: Global Bioethics, Michigan State University Press, 1998
8. Hans Jonas, in Fung: 228
9. Fung: p. 210
10. Dieses Denken ist in Lateinamerik, entgegen Europa, weit verbreitet, wie Hinkelammert darstellt, in: Gerd Elvers: Theologie der Befreiung, www.revolution-heute.de
11. Gernot Ernst, Komplexität, Chaostheorie und die Linke, Stuttgart, 2009
12. Fung: p. 215
13. Erich Ed. Müller, Bewusstsein und Kosmos, 2013
14. Gerd ELvers: Was hat Karl Marx uns heute zu sagen? in: www.revolution-heute.de
15. Edgar Morin, Los siete saberes necesarios para la educación del futuro. UNESCO, 1999
16. James O´Connor: Las condiciones de producción. Por un marxismo ecológico, una introducción teórica, en Utopías. Nuestra Bandera, nos 176-177, Madrid, 1998
17. Gilberto Valdés Gutiérrez: Movimientos antisistémicos y gobiernos populares in América Latina: nuevos desafíos, in:Pensar contra corriente, ciencias sociales, La Habana, 2009, p. 199
Gerd Elvers
März/April 2015
Mayari, Kuba