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Linke (Un)Kultur in Saarbrücken

Von Thomas Dorner

Die  Saarbrücker Stadtratskoalition aus SPD, Grünen und Linken hat jetzt die Abschaffung des Kulturdezerneten beschlossen,  um damit jährlich ca. 180.000 Euro einzusparen. Die Aufgaben des Kulturdezernetnen sollen auf die anderen Ressorts  verteilt werden.

Der  Linken Stadtratsfraktion fiel diese Entscheidung wohl sehr einfach, schließlich ist die Stelle derzeit mit einem FDP-Mann besetzt, der aber für seine Arbeit in der Kulturszene gut angesehen ist. Nach Aussage der Fraktionsvorsitzenden Claudia Kohde-Kilsch sollen lediglich die Zuständigkeiten in der Verwaltung neu verteilt werden, der Etat für Kultur in gleicher Höhe erhalten bleiben.

Wer aber auch nur etwas vom Politikgeschäft versteht, sieht in der Abschaffung des Kulturdezernenten den Einstieg in Kürzungen des Kulturetats, wird doch ein Dezernent, der sich zukünftig so nebenbei noch mit Kultur befassen muss, kaum viel Energie in die Verteidigung des Kulturetats investieren. Man darf also gespannt sein, wie lange die Saarbrücker Stadtratskoalition dem Spardruck  in Sachen Kultur seitens der Landesregierung noch standhalten kann oder will.

Auf jeden Fall macht sie eine Linke, die diese neoliberale Sparpolitik mitträgt, auf Dauer überflüssig.

Thomas Dorner