Wenn für Mädchen Schule zur Mutprobe wird
TDF-Projektpartnerin aus Kamerun auf Deutschlandtour
Von TdF
Warum Schule zur Mutprobe von Mädchen und Frauen in Kamerun wird und wie sie ihr Leben verändert, darüber informiert die ehrenamtliche TERRES DES FEMMES-Projektkoordinatorin Godula Kosack zusammen mit Martine Mbritchè auf ihrer Deutschlandreise. Kosack, Professorin der Ethnologie und Soziologie, begleitet seit 40 Jahren die Entwicklung der Volksgruppe der Mafa im Norden Kameruns. Dort unterstützt TERRE DES FEMMES (TDF) seit 2012 die Elterninitiative AFFMHL, die von einer Gruppe Mafa-Frauen gegründet wurde. Sie setzt sich für die Stärkung von Bildung für Mädchen ein.
„Bildung nimmt eine Schlüsselposition ein für Mädchen und Frauen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Sie fördert die ökonomische Unabhängigkeit und schützt gleichzeitig vor verschiedenen Formen von Gewalt“, meint Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. In der Region der Mafa, die von Armut und einem streng patriarchalen Gesellschaftssystem geprägt ist, werden die Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren von der Schule genommen und zwangsverheiratet. Darüber hinaus ist die Bevölkerung dort seit einiger Zeit vom Terror der Boko Haram betroffen.
Unter diesen extrem schwierigen Bedingungen setzt sich TERRE DES FEMMES für die Stärkung von Bildung für Mädchen ein. „Es darf nicht dabei bleiben, dass von den weltweit 774 Millionen Analphabeten fast zwei Drittel Mädchen und Frauen“, sagt Stolle. Sie fordert den Zugang zu Bildung unabhängig vom Geschlecht.
Öffentliche Veranstaltungstermine im Rahmen der Tour vom 28.09. bis 27.10.2015