V-Day - Eine Milliarde erhebt sich
von One Billion Rising
Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt.
V-Day, die globale Bewegung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, feiert heute die Eskala- tion ihrer einjährigen Kampagne ONE BILLION RISING.
Am 14. Februar haben Frauen und Männer in 203 Ländern gemeinsam gestreikt, getanzt und sich erhoben, ihrer Empörung Ausdruck gegeben und ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen gefordert.
"Der 14. Februar 2013 wird die Welt verändern. Nicht weil es ein magischer Tag ist - obwohl es tatsächlich mystische Elemente rund um diese Kampagne gibt. Der Tag wird vielmehr die Welt verändern, weil die Mobilisierung und die Vorbereitung darauf bereits einen Wind, eine energetische Welle angestoßen haben, die schon bestehende und neue Bemühungen für ein Ende von Gewalt gegen Frauen vorantreibt", sagte Eve Ensler, die Gründerin von V-Day und preisgekrönte Dramatikerin.
"Der Tag hat Gruppen und Personen in Bündnissen zusammen gebracht, die nie zuvor zusammen gearbeitet haben; er hat alle möglichen neuen Gruppen und Personen und Verbände zusammen gebracht, und viele Männer, die sich vorher des Problems nicht bewusst waren und die jetzt dazu arbeiten; durch unsere schiere Anzahl und durch unsere Anstrengungen wurde das Thema Gewalt gegen Frauen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gebracht.
Am 14. Februar werden wir uns gemeinsam erheben, und dank unserer Verbundenheit, unserer stampfenden Füßen und unkontrollierbaren Hüften, wird der Weg geebnet und die Energie geschaffen, die uns eine neue Welt bringen wird. Wir galvanisieren den Willen und die Leidenschaft all der Menschen, die sich rund um die Welt erheben, um Veränderung zu schaffen."
Die Kampagne, die am Valentinstag 2012 ins Leben gerufen wurde, begann als ein Aufruf zum Handeln auf der Grundlage der überwältigenden Statistik, dass ein von drei Frauen auf dem Planeten im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt werden. Mit einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden, bedeutet die mehr als eine Milliarde Frauen und Mädchen. Am 14. Februar 2013 werden Menschen auf der ganzen Welt zusammen kommen, um ihrer Empörung auszudrücken, zu streiken, zu tanzen und sich zu erheben, um den Ungerechtigkeiten, die Frauen erleiden müssen, zu trotzen, und um ein Ende der Gewalt gegen Frauen zu fordern.
In Deutschland sind mehr als 150 Veranstaltungen geplant, unter anderem ein Flash Mob am Brandenburger Tor und eine Aufführung der Vagina Monologe in Berlin, sowie große Veranstaltungen in Bremen, Köln, Nürnberg und vielen anderen Städten.
DAS VERSPRECHEN
One Billion Rising ist der Beginn der neuen Welt, in der eine neue Energie frei gesetzt wird. Es ist nicht das Ende des Kampfes, sondern seine Eskalation, deshalb lädt V-Day alle Menschen, die sich rund um den Globus erheben, ein, an diesem Donnerstag eine einfache Zusage zu machen, dass sie eine Sache im kommenden Jahr tun werden, um Gewalt gegen Frauen zu beenden. Es kann eine einfache Handlung sein, oder eine monumentale; es kann persönlich sein oder politisch; es kann ruhig sein oder laut, zusammen genommen werden diese Aktionen Veränderungen schaffen.
WARUM TANZEN?
"Durch Tanzen nehmen wir Platz ein, und obwohl es keine feste Richtung hat, tun wir es gemeinsam. Tanz ist gefährlich, fröhlich, sexuell, heilige, störend und ansteckend und es bricht die Regeln. Es kann überall passieren, jederzeit mit jeder und jedem, und es ist kostenlos. Tanz verbindet uns und treibt uns, weiter zu gehen, und das ist der Grund, warum es im Zentrum von One Billion Rising ist. ", sagt Eve Ensler, Gründerin und künstlerische Leiterin von V-Day. Jede 3. Frau, das sind eine Milliarde Frauen (one billion), denen Gewalt angetan wird … ein unfassbares Gräuel.
Am 14. Februar 2013hat der V-Day eine Milliarde Frauen dazu eingeladen, raus zu gehen, zu tanzen und sich zu erheben, um das Ende dieser Gewalt zu fordern. Eine Milliarde Frauen – und Männer – überall auf der Welt. Wir zeigen der Welt unsere kollektive Stärke und unsere globale Solidarität über alle Grenzen hinweg. Zeig auch Du der Welt am 14. Februar 2013, wie EINE MILLIARDE aussieht. Am 14. Februar sieht sie aus wie eine REVOLUTION.
Eine Milliarde (one billion) tanzender Frauen. Das ist eine Revolution!
- ONE BILLION RISING … ist ein globaler Streik, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft, ein Akt weltweiter Solidarität, eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit.
- ONE BILLION RISING…das bedeutet, ins öffentliche und ins individuelle Bewusstsein zu rufen, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen.
- ONE BILLION RISING…zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.
- Am 14. Februar 2013 erheben sich Frauen und Männer in aller Welt, auf jedem Kontinent, in über 199 Ländern – und in Deutschland inzwischen in über 190 Städten, - um ein neues Bewusstsein und das Ende dieser Gewalt zu fordern.
ONE BILLION RISING • STRIKE • DANCE • RISE !
Die Männerseite (ein offener Brief)
Brüder, Väter, Großväter, Söhne, es geht uns alle an!
Wir sind alle betroffen von sexuellen Übergriffen und Gewalt gegen Frauen.
Nahezu jede Frau ist schon im Vorübergehen angegrabscht worden, jede dritte hat von Männern massive Gewalt bis zur Vergewaltigung erfahren.
Und wird es weiter erfahren, wenn wir es nicht ändern.
Eins – zwei – DU – eins – zwei – DU – … Meine Frau – meine Tochter – DU – meine Schwester – meine Mutter – DU – meine Freundin – meine Großmutter – DU -
Und meine Enkelin? Meine Ur-Enkelin? Die auch noch?
Wie schauen diese Frauen auf mich – Mann – uns – Männer – Väter – Großväter?
Wie sollen sie uns trauen und uns in aller Tiefe willkommen heißen, wenn wir nicht aufstehen für ein Ende der Gewalt gegen Frauen?
Wenn wir nicht feine Antennen bekommen für den Ungeist in uns,
der Männer dazu bringt, Frauen und Mädchen zu demütigen, herab zu würdigen, zu unterdrücken bis hin zu roher Gewalt – weil sie Frauen sind?
Wenn wir uns nicht unseren Brüdern in den Weg stellen, die sich verirrt haben in den Ideologien der Macht der Männer über die Frauen – weil sie den Zugang nicht gefunden und nicht gezeigt bekommen haben zum Wunder des Weiblichen, das uns in jeder Frau berührt und anzieht?
Wenn wir nicht lernen, die Hilflosigkeit auszuhalten, in die uns das
Mysterium dieser ganz Anderen stürzt, und mit all unserer Macht, unserer Kraft, unserem Geist und unserer Liebe das Leben und die, durch die das Leben immer wieder geboren wird,
zu schützen und zu stärken?
Es ist an uns, die zu sein, auf die wir gewartet haben!
Es liegt an uns, ob die Welt ein besserer Ort zum leben ist, wenn wir diese Haut verlassen!
Und es ist Zeit!
Von Herzen
Martin
Das Magazin für die Menschenrechte
Es ist einer der größten Menschenrechtsskandale unserer Zeit - und doch ganz alltäglich: Jeden Tag werden Millionen Frauen überall auf der Welt zu Opfern von Gewalt. Sie werden verprügelt, vergewaltigt und versklavt, gedemütigt, gequält und getötet. Es passiert auf Schlachtfeldern und in Schlafzimmern, es trifft Kinder ebenso wie Erwachsene. Weltweit ist jede dritte Frau betroffen.
Erfahren Sie mehr im aktuellen Amnesty Journal. An allen Bahnhofs- und Flughafenkiosken oder bequem per Abo bei Ihnen im Briefkasten.
Quelle: