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TERRE DES FEMMES fordert Weltbildungsfonds für Mädchen und Frauen

Von TDF

Nach Meinung von TERRE DES FEMMES ist es eine der wichtigsten Aufgaben, weltweit Mädchen und Frauen Bildung zu ermöglichen. Die Frauenrechtsorganisation fordert dafür einen bei den Vereinten Nationen (UN) angesiedelten Weltbildungsfonds. „Es ist unverantwortlich, dass Millionen von Menschen, nur weil sie weiblich sind, keinen Zugang zu Bildung und damit zu qualifizierter Arbeit haben“, erklärt Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES im Vorfeld des Internationalen Frauentags. Nach Angaben der UNESCO-Kommission von 2013/2014 sind von den weltweit 781 Millionen Analphabeten fast 500 Millionen Frauen.

Finanziert werden soll der Weltbildungsfonds über Pflichtbeiträge der Mitgliedstaaten. „Nur stabile Einnahmen, durch die gleichermaßen große und kleine Bildungsprojekte unbürokratisch gefördert werden, garantieren den Erfolg dieser Maßnahme“, erklärt Stolle.  

Ohne Bildung werde Mädchen und Frauen nicht nur ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben vorenthalten, sondern Wirtschaft und Gesellschaft gingen jährlich weltweit Milliarden von Euro verloren. „Mädchen und Frauen nicht zu bilden, bedeutet geistige Kapazitäten nicht zu nutzen, die für eine wirtschaftliche Entwicklung und damit Wohlstand für alle vonnöten sind“, sagt Stolle. Sie verweist darauf, dass Länder mit geringer Frauenbildungs-/alphabetisierungs- und Erwerbstätigenquote wirtschaftlich zu den Schlusslichtern zählen.

Gleichzeitig bedeutet Bildung und Ausbildung für Mädchen und Frauen Schutz vor Gewalt. „Es geht darum, Frauen finanziell unabhängig zu machen und sie so vor internationalem Frauenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung zu bewahren, aber auch vor alltäglicher Gewalt im privaten Umfeld“, sagt Stolle. Ein Weltbildungsfonds ist somit auch ein weltweites Gewaltschutzprogramm für Mädchen und Frauen.