Nein zu Gewalt gegen Frauen – Die Landesregierung muss Frauenhäuser und Schutzeinrichtungen finanziell absichern!
Zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen am 25.11.2012
Von LINKE. NRW
Auch 10 Jahre nach Einführung des Gewaltschutzgesetzes erleben immer noch 40 Prozent aller Frauen in Deutschland sexuelle und körperliche Gewalt, jährlich finden – nach einer Hochrechnung der Bewohnerinnenstatistik der Frauenhauskoordinierung von 2010 (FHK 2011) – etwa 15.000 bis 17.000 Frauen mit ihren Kindern (d.h. etwa 30.000 bis 34.000 Personen) in Frauenhäusern und Zufluchtswohnungen Schutz und Unterstützung.
„Ich fordere die Landesregierung NRW auf, im Rahmen der Erarbeitung des Landesaktionsplans zur Bekämpfung der Gewalt gegen Mädchen und Frauen in NRW das bereits Anfang 2011 in Aussicht gestellte Frauenhausfinanzierungsgesetz zu verabschieden", so Cornelia Swillus- Knöchel, frauenpolitische Sprecherin der LINKEN.NRW. „Nur mit einem solchen Rechtsanspruch kann gewährleistet werden, dass jede Frau unabhängig von Einkommen oder Herkunft Zugang zu einer Schutzeinrichtung bekommt, wenn sie diese benötigt."
Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen. Hintergrund für die Entstehung dieses Aktionstags war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo.
Die LINKE.NRW fordert die Bundesregierung auf, die Absicherung der Frauenhäuser langfristig nicht von den Länderhaushalten abhängig zu machen, sondern durch eine bundeseinheitliche Finanzierung sicherzustellen. „Ebenso wichtig ist für DIE LINKE.NRW die finanzielle Ausstattung von Täterberatungsstellen, um weitere Gewalttaten zu verhindern" ergänzt Gunhild Böth, Sprecherin des Landesverbandes der LINKEN.NRW.