Krankenkassen boykottieren Schiedsstelle
von Hebammenlandesverband Rheinland-Pfalz e. V.
Die Krankenkassen setzen ihren Kurs fort, die begründeten und berechtigten Forderungen der Hebammen zu ignorieren. In der heutigen Sitzung der Schiedsstelle wurde auf Antrag der Krankenkassen und gegen den Willen der Hebammenverbände eine Vertagung auf Ende Januar beschlossen.
Die Begründung ist ein Hohn: Angeblich habe die Zeit nicht ausgereicht, die vorliegenden Unterlagen angemessen zu bearbeiten, obwohl sie den Schiedsstellenmitgliedern seit Ende August vorliegen. Die Krankenkassen setzen unseren Berufsstand mit eiskaltem strategisch und finanziell motiviertem Kalkül aufs Spiel.
Die Haltung der Krankenkassen schadet allen Hebammen und unterstreicht erneut, dass sie nicht willens sind, auf die nachgewiesenen finanziellen Belastungen durch eine Erhöhung der Vergütung von Hebammen zu reagieren. Ihre Ignoranz zeigt sich nicht nur in der fortwährenden Verschleppungstaktik. Erneut haben die Krankenkassen die Ergebnisse der vom BMG in Auftrag gegebenen IGES-Studie angezweifelt. Belastbare eigene Zahlen haben sie jedoch nicht vorgelegt. Wir fordern alle Beteiligten dazu auf, die Arbeit der Schiedsstelle voranzutreiben und die existenzbedrohende Lage von Hebammen durch eine angemessene Vergütung zu beenden. Für alle Hebammen und alle Familien!
Der Landesvorstand Rheinland-Pfalz Gabi Bauer & Anne Arfsten