Equal Pay Day – Frauen in NRW verdienen 23 Prozent weniger als Männer
Von DGB Düsseldorf
Zum Equal Pay Day fordern die DGB-Frauen in Düsseldorf ein „Recht auf mehr!“.
„Frauen in NRW verdienen durchschnittlich 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Damit liegt die Entgeltlücke noch über dem Bundesschnitt von 21 Prozent. Wir fordern nicht nur am 19. März, dem Equal Pay Day, gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“, so Sigrid Wolf, DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Düsseldorf.
Wolf fordert vor allem die nicht tarifgebundenen Arbeitgeber auf, sich an die Regeln der Sozialen Marktwirtschaft zu halten: „Die Tarifbindung hilft insbesondere Frauen, weil sie häufig zu Dumpinglöhnen arbeiten müssen. Außerdem müssen die Minijobs reformiert werden, am besten mit sozialer Absicherung vom ersten Euro an. Auch so elementare Rechte wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder bezahlter Urlaub dürfen Minijobberinnen nicht länger vorenthalten werden.“
Auf Bundesebene setzt sich die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack dafür ein, die Lohnlücke zu schließen: „Die riesige Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland ist ein Skandal. Ihr Ausmaß übersteigt das fast aller anderen EU-Staaten. Trotzdem reagieren hierzulande die politisch Verantwortlichen nur zögerlich, wenn überhaupt. Die Einführung des Mindestlohns war ein wichtiger Schritt, aber das kann nicht alles sein. Die Bundesregierung muss endlich das Lohngerechtigkeitsgesetz von Frauenministerin Schwesig auf den Weg bringen. Es würde Frauen wirksam vor Entgeltdiskriminierung schützen.“
Hintergrund:
Der Equal Pay Day markiert den Tag, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um rechnerisch auf das durchschnittliche Jahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen – in diesem Jahr ist das der 19. März. Noch immer besteht eine geschlechtsspezifische Entgeltlücke von bundesweit durchschnittlich 21 Prozent, die in verschiedenen Branchen und im ländlichen Raum noch weit größer ist.
Datenmaterial des Statistischen Bundesamts finden Sie unter:
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/03/PD16_097_621.html