Weihnachten und Silvester tier- und klimafreundlich feiern
Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Anlässlich der Feiertage erinnert der Bundesverband Menschen für Tierrechte an das millionenfache Tierleid, das durch den Konsum tierischer Produkte entsteht. Der exzessive Fleischkonsum bei den traditionellen Festessen ist nach Ansicht des Tierrechtsverbandes nicht nur aus ethischen, sondern auch aus Gründen des Klima-, Umwelt- und Artenschutzes abzulehnen. Der Verband appelliert stattdessen an die Konsument: innen, die Festtage zu nutzen, um auf eine zukunftsfähige pflanzenbasierte Ernährungsweise umzustellen. Zum Schutz von Tieren und Umwelt ruft er zudem zu einem böllerfreien Silvester auf.
Die größten aktuellen Bedrohungen – wie Klimawandel, Artensterben, Pandemien und Erdüberlastung – sind alle eng mit unserem Umgang mit den Tieren verknüpft. Aus einem kürzlich veröffentlichten Report der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) geht hervor, dass die Agrar- und Ernährungssysteme jährlich zehn Billionen US-Dollar versteckte Kosten verursachen. Einer der Haupttreiber ist die industrielle Tierhaltung durch Treibhausgasemissionen, Stickstoffeinträge und Wasserverschwendung.
„Wir müssen uns verändern!“
„Wir müssen uns verändern. Nicht nur, weil die skrupellose Ausbeutung der Tiere zutiefst unethisch ist, sondern auch, weil unser Konsumverhalten die planetaren Grenzen sprengt. Diverse Studien belegen, dass ein Umstieg auf pflanzliche Eiweißträger maßgeblich zur Rettung unseres Klimas beitragen kann. Nehmen Sie das „Fest der Liebe“ zum Anlass, um auf eine zukunftsfähige und gesunde Ernährungsweise auf pflanzlicher Basis umzustellen. Dies kann Ihr persönlicher Beitrag sein, um Tierleid zu beenden, das Klima und die Artenvielfalt zu retten und um zukünftige Pandemien zu verhindern“, sagt Christina Ledermann, Vorsitzende vom Bundesverband Menschen für Tierrechte.
18 Milliarden Tiere landen im Müll
Auf eine weitere skandalöse Verschwendung machte kürzlich eine niederländische Studie aufmerksam, die im Fachjournal Sustainable Production and Consumption erschien. Darin haben die Wissenschaftler:innen erstmals berechnet, wie viele Tiere im Rahmen der weltweiten Fleischproduktion unnötig sterben. Danach landen jährlich 52,4 Millionen Tonnen essbares Fleisch im Müll, das entspricht etwa 18 Milliarden Tieren. Auf einen Durchschnittsbürger kämen so 2,4 verlorene oder verschwendete Tierleben. Ein Viertel der Tiere stirbt bereits bei der Aufzucht.
Veganer:innen leben gesünder
Der Tierrechtsverband macht auch auf die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung aufmerksam. Eine aktuelle Studie der Universität Stanford belegt, dass diese nicht nur vorteilhaft für Herzkreislaufsystem und Körpergewicht ist, sondern auch für eine Verbesserung der Darmflora sorgt und das Altern verlangsamt. Auf Fleisch-Alternativen muss dabei nicht verzichtet werden. Eine weitere Studie hat ergeben, dass pflanzliche Alternativen auch dann gesünder sind als Fleisch, wenn sie hochverarbeitet sind, während bei stark verarbeiteten Tierprodukten ein erhöhtes Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachgewiesen wurde.
Böllerfrei rettet Tiere
Zum Jahreswechsel appelliert der Tierrechtsverband zudem, auf Feuerwerkskörper zu verzichten. Lärm, Umweltverschmutzung und Knallkörper in der Silvesternacht töten, verletzen und traumatisieren unzählige Tiere. Wildtiere werden durch Geräusche, Lichter und Gerüche in Panik versetzt. Jedes Jahr wird über verletzte und verunglückte Tiere berichtet. Durch Feuerwerkskörper kommt es zudem zu Bränden in Ställen, Mastanlagen und Zoos. Gemeinsam mit einem breiten Aktionsbündnis aus Tierschutz-, Umwelt-, Verbraucher- und Gesundheitsorganisationen ruft der Bundesverband deshalb zu einem böllerfreien Silvester und zu einer Änderung der Sprengstoffverordnung auf.
Vegane Weihnachtsmenüs
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Bitte unterzeichnen Sie den Offenen Brief für ein böllerfreies Silvester unter: www.duh.de
In seinem letzten Magazin tierrechte berichtet Menschen für Tierrechte ausführlich über die wahren Kosten des Fleischkonsums. Nachlesen unter: www.tierrechte.de
Mehr zu den Forderungen des Verbandes für eine Agrar- und Ernährungswende lesen Sie hier.