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Protest gegen internationale Pro-Atomkraft-Konferenz / Mahnwachen Freitag in Gronau und Almelo

Von BBU

Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau veranstaltet am Freitag (21.4.2023) vor der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau eine Mahnwache (Röntgenstraße 4). Die Aktion beginnt um 10 Uhr. Auch vor der niederländischen Urananreicherungsanlage in Almelo wird am Freitag demonstriert. Gefordert wird die sofortige Stilllegung der umstrittenen Anlagen.

Anlass der Protestaktionen ist eine internationale Konferenz der Atomindustrie, die aktuell in Den Hag stattfindet. Hauptsponsor des „World Nuclear Fuel Cycle 2023 (WNFC)“ ist der Urenco-Konzern. Zum Rahmenprogramm der Konferenz gehören am Freitag Fahrten zu den Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo, die vom Urenco-Konzern betrieben werden.

Der AKU Gronau kritisiert, dass nach der erfolgten Stilllegung der letzten Atomkraftwerke in der Bundesrepublik die Urananreicherung in Gronau und die Brennelementefertigung in Lingen weiter betrieben werden. „Im Dreiländereck von NRW, Niedersachsen und den Niederlanden müssen die drei Uranfabriken in Gronau, Lingen und Almelo gestoppt werden“, fordert der AKU Gronau.

Aus Sicht des AKU Gronau ist es unerträglich, dass in den Uranfabriken weiterhin nuklearer Brennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt produziert wird. Das Ganze ist mit zahlreichen Risiken, gefährlichen Urantransporten und mit der Produktion weiteren Atommülls verbunden, für den es weit und breit kein sicheres Endlager gibt.

Karfreitag (7. April 2023) führte ein Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau, um die militärische Brisanz der Urananreicherung zu unterstreichen. Mit der Zentrifugentechnik, die der Urenco-Konzern in Gronau und Almelo einsetzt, kann grundsätzlich auch Uran für den Einsatz in Atomwaffen vorbereitet werden. „Es gibt viele Gründe, die gegen den Weiterbetrieb der Uranfabriken spricht. Die Politik ist in der Pflicht aktiv zu werden“, so der AKU Gronau.