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Privatjets mit Farbe besprüht – Protest gegen den Klima-Exzess der Superreichen am BER

Von Letzte Generation

Unterstützer:innen der Letzten Generation haben soeben am Flughafen Berlin-Brandenburg Privatjets großflächig mit oranger Farbe besprüht, um gegen die exzessive Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen durch Superreiche zu protestieren. Die Aktion wird in Livestreams auf Twitter, Facebook, Telegram, Twitch und Instagram übertragen.

Mit zwei Drahtzangen durchschnitten die Unterstützer:innen der Letzten Generation einen Zaun des Flughafengeländes BER. Mehrere Personen mit Warnwesten fuhren mit Fahrrädern über das Straßennetz des Flughafens zum Privatjet-Terminal „General Aviation“. Aus mehren mitgeführten und entsprechend präparierten Feuerlöschern besprühten sie die abgestellten Privatjets großflächig mit oranger Warnfarbe. 

Die Privatjets wurden durch unsere Farbaktion von einem Symbol für exzessiven Luxus zu einem leuchtenden Warnsignal gegen die rücksichtslose Klimazerstörung, die eine Minderheit von Superreichen auf Kosten der Mehrheit betreibt“, erläutert Mirjam Herrmann den friedlichen Protest.

Ihre Motivation für ihren heutigen Protest erklärt sie im Vorfeld so:
Während wir uns über Duschzeiten Gedanken machen, die Heizung noch eine Stufe runterdrehen, verfeuern die Superreichen entspannt in Reiseflughöhe riesige Mengen an steuerfreiem Kerosin. Die Reichen sind nicht die ersten, die leiden, wenn die Klimakrise die Grundnahrungsmittel immer teurer macht und der Plattenbau so heiß wird, dass man darin fast einen Hitzschlag bekommt. Es kann nicht sein, dass gerade die größten Verschwender und Verschmutzer ihre Emissionen immer weiter auf Kosten der Mehrheit steigern!“ 

Ein vierstündiger Privatflug stößt so viel CO2 aus, wie eine durchschnittliche Person in einem Jahr verursacht. Die Eigentümer von Privatjets verfügen im Durchschnitt über ein Vermögen von 1,3 Mrd. €. [1]

Das reichste Prozent schädigt das Klima deutlich stärker als die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit zusammen. Gleichzeitig sind es dann aber die Ärmeren, die die Folgen weitaus gravierender zu spüren bekommen. [2]

Die Klimaschutzbemühungen der Bundesregierung sind völlig ungenügend und sozial ungerecht. Im Gesellschaftsrat können gerechte Lösungen für alle gefunden werden. 

[1]  www.transportenvironment.org/discover/zunehmende-nutzung-von-privatjets-sorgt-fur-drastischen-anstieg-der-co2-emissionen/ 
[2]  Sander, Lalon: Zu viel Knete killt das Klima.Ungleiche Emissionen in Deutschland, in taz 25.03.23.: taz.de//Ungleiche-Emissionen-in-Deutschland/!5922585/