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Nach dem Brand in Ochtrup: Traditioneller Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage

Von BBU

Der Protest gegen die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) reisst auch nach der Stilllegung der letzten drei Atomkraftwerke (in der Bundesrepublik) nicht ab. Nach dem Ostermarsch am Karfreitag und weiteren Mahnwachen im April findet am Sonntag (7. Mai 2023) an der umstrittenen Uranfabrik der traditionelle, monatlich stattfindende Sonntagsspaziergang statt. Wie gewohnt werden sich dabei Mitglieder niederländischer und deutscher Umwelt- und Friedensorganisationen treffen. Für Gesprächsstoff wird diesmal der
Großbrand in Ochtrup sorgen, der sich am Mittwoch (3.5.23) ereignet hat.
Kernfragen: Wie ist der Katastrophenschutz im Münsterland organisiert und was wäre, wenn ein solches Brandereignis die Sondermülldeponie in Ochtrup oder die Gronauer Urananreicherungsanlage betreffen würde? Wie würden im Ernstfall die Menschen im Umkreis von mehreren Kilometern evakuiert?

Die Urananreicherungsanlage in Gronau wird vom Urenco-Konzern betrieben, an dem auch die Energiekonzerne RWE und E.ON beteiligt sind. Für den Betrieb der Anlage gibt es eine vom NRW-Wirtschaftsministeriumausgestellte unbefristete Betriebsgenehmigung. Umweltverbände, Bürgerinitiativen und Friedensgruppen fordern gemeinsam die sofortige Stilllegung der Anlage, in der in großen Mengen Uranmüll anfällt und in der nach Umbauarbeiten Uran für Atomwaffen produziert
werden könnte.

Im Januar 2010 hat sich in der Anlage der bisher schwerste Störfall ereignet. In den letzten Jahren kam der Urenco-Konzern zudem immer wieder massiv in die Kritik, weil er in großen Mengen Uranmüll nach Russland exportiert hat. Neben der Anlage wird in Gronau Uranmüll in Containern unter dem freien Himmel gelagert. Und der Betrieb der Uranfabrik ist mit zahlreichen hochgefährlichen Urantransporten von und nach Gronau verbunden.

Die monatlich stattfindenden Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage zählen zu den bundesweit ältesten und kontinuierlichsten Aktivitäten der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung.

Unterstützt werden die vielfältigen Aktionen gegen die Urananreicherungsanlage (Demonstrationen, Ostermärsche, Unterschriftensammlungen, Blockaden etc.) immer wieder von örtlichen und überregionalen Initiativen sowie von Umweltverbänden (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) u. a. m.).

Weitere Informationen zum Themenkomplex Uranfabriken und Urantransporte:

https://www.enschedevoorvrede.nl/agenda
<https: www.enschedevoorvrede.nl agenda></https:>, www.bbu-online.de
<http: www.bbu-online.de></http:>, www.sofa-ms.de <http: www.sofa-ms.de></http:>,
http://urantransport.de <http: urantransport.de></http:>