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Demonstrationen: Gestern Ahaus (14.01.2024), Samstag Lingen (20.01.2024)

Von BBU

In Ahaus (NRW) haben am Sonntag (14.1.24) trotz kalter Witterung rund 300 Personen gegen drohende Castor-Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus demonstriert, darunter 
auch etwa 50 örtliche Landwirtinnen und Landwirte mit ihren Traktoren. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bezeichnet es jetzt als wichtig, dass die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung dafür Sorge tragen, dass die gefährlichen Transporte von Jülich nach Ahaus unterbunden werden. Und gleich für den kommenden Samstag (20.1.24) rufen Anti-Atomkraft-Initiativen und auch der BBU zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) auf. 

Nach der Demonstration in Ahaus zog die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ ein positives Fazit der Demonstration: 

„Unsere Demo am 14. Januar 2024 war ein voller Erfolg. Über 300 Demonstrant*innen trafen sich am Rathaus in Ahaus um gegen die drohenden Atomtransporte vom Forschungsreaktor in Jülich in das Zwischenlager nach Ahaus zu demonstrieren. 

In Begleitung von 50 Traktoren der Ahauser Landwirte bewegte sich der Demozug in Richtung Kreuzung Schorlemer Str./Schumachering. Diese Kreuzung würden auch künftige Atromstransporte zwingend nutzen müssen um das Brennelemente Zwischenlager in Ammeln zu erreichen. 

Nach einer Blockade der Kreuzung wurde die Kundgebung unter musikalischer Begleitung von Salip Tarakci und Nikolas Geschwill fortgesetzt. Auch die Bürgermeisterin der Stadt Ahaus, Karola Voss, sowie die Pfarrer der katholischen und evangelischen Kirchen in Ahaus zeigten sich in Redebeiträgen solidarisch mit der BI Ahaus. 

Hartmut Liebermann, Vorsitzender der BI Ahaus, betonte, dass der Neubau einer Lagerhalle in Jülich, die den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht, den gefährlichen Transporten mit über 150 Castor-Behältern durch NRW unbedingt vorzuziehen ist. 

Weitere Unterstützung kam vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, den AtomkraftgegnerInnen im Emsland (AgiEL), dem Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie dem BUND- Landesverband NRW.“ 

Quelle: https://www.facebook.com/biahaus 

Samstag Demonstration in Lingen: 

Und BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz betont: Weitere Protestaktionen werden folgen. Der Transport des Jülicher Atommülls quer durch NRW nach Ahaus wäre ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Bereits der tägliche LKW- und PKW-Verkehr ist in ganz NRW mit erheblichen Gefahren verbunden, da darf nicht auch noch Atommüll ins Spiel kommen.“ 

Die Demonstration am kommenden Samstag in Lingen beginnt um 13 Uhr vor der Brennelementefabrik in Lingen (Lingen, Am Seitenkanal 1). Neben den örtlichen Initiativen Elternverein Restrisiko Emsland und Bündnis AgiEL (AtomkraftgegnerInnen im Emsland) ruft auch der BBU zur Teilnahme auf. Ausführliche Informationen über die Demonstration und die Hintergründe findet man unter 
https://atomstadt-lingen.de/aktuelles 

Sowohl die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ als auch der Elternverein Restrisiko Emsland und das Bündnis AgiEL sind im BBU organisiert. Weitere Bürgerinitiativen sind eingeladen, sich dem BBU anzuschließen.