Demonstration gegen Atommüll-Transporte am Sonntag (14.01.2024) in Ahaus
Von BBU
Am Sonntag (14. Januar 2024) findet in Ahaus eine Demonstration gegen drohende Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus statt. Auch der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ruft zur Teilnahme auf. Die Demonstration, die auch von einem Trecker-Korso Unterstützung bekommen wird, beginnt um 14 Uhr am Ahauser Rathaus.
Der AKU Gronau betont, dass die drohenden Castor- Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus – quer durch ganz NRW – hochgefährlich sind. „Ein Transportunfall mit Radioaktivitätsfreisetzungen im Großraum Düsseldorf, im Ruhrgebiet oder im Münsterland würde verheerende Folgen haben“, so ein Sprecher des AKU Gronau.
Im Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration heißt es u. a.: „Es geht um ca. 300 000 abgebrannte Kugelbrennelemente (Kugel-BE) aus dem stillgelegten Versuchsreaktor AVR. Diese befinden sich in 152 Castor-Behältern in einem veralteten Zwischenlager auf dem AVR-Gelände. Seit 2013 ist dieses Lager ohne Genehmigung, seitdem haben die
Verantwortlichen aber keine ernsthaften Schritte für einen Zwischenlager-Neubau am Ort unternommen. Ab 2024 sollen deshalb 152 Straßen-Transporte von Jülich nach Ahaus erfolgen.“
Zur Teilnahme an der Demonstration rufen u. a. die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“, die Landeskonferenz (LaKo) der NRW-Anti-Atom-Initiativen, das Bündnis „AtomkraftgegnerInnen im Emsland (AgiEL)“ und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) auf. Ihre gemeinsame Forderungen: „Keine Castor-Transporte durch NRW! Neubau einer Lagerhalle in Jülich, die aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht!“
Für den AKU Gronau ist auch noch der Hinweis wichtig, dass die ständigen Urantransporte von und zur Gronauer Urananreicherungsanlage ebenfalls gestoppt werden müssen. Auch sie sind hochgefährlich.
Weitere Informationen: https://www.bi-ahaus.de, https://bbu-online.de