Commoning: die Alternative zum Wirtschaftswahnsinn
Von Anarchistische Gruppe Mannheim
Vortrag und Diskussion mit Friederike Habermann
Jugendkulturzentrum forum, Neckarpromenade 46, 68167 Mannheim
Donnerstag, 27.04.2023, Beginn ab 18:00 Uhr mit Infostand der AGM
Beginn Vortrag 19:30 Uhr
Die Veranstaltung findet im Rahmen des "Langen Donnerstag" statt.
Jeden Tag stehen wir auf und machen Kapitalismus –
wieso machen wir nicht mal was anderes? (David Graeber)
Arbeit, Tausch, Eigentum – alles natürlich, oder?
Nein! Doch wie finden wir zu Praktiken eines guten Lebens für alle? Nach einem Vortrag schauen wir, wo wir die Muster des Commoning vielleicht schon leben, und wie wir sie ausweiten können.
Unser Leben und Denken ist derart von der Logik des Marktes durchdrungen, dass sie als alternativlos gelten. Gar nicht so einfach also zu erkennen, was in unseren solidarischen Praktiken dem noch entspricht. Darum geht der Blick dahin: Gab es Tausch, Arbeit und Eigentum schon immer? Was macht Markt eigentlich? Schleichen sie sich in unsere Praktiken wieder ein als Logik des „gleichwertigen“ Tausches?
Wir möchten gemeinsam reflektieren, inwiefern unsere gelebten oder gewünschten Praktiken den Mustern des Commoning entsprechen. Diese wurden und werden aus gelingenden Prozessen herausgesiebt. Dabei ist klar: Wir leben in der Marktlogik, deren Zwänge und Prägungen nicht einfach abzutun sind. Wie finden wir gute Wege fürs Hier & Jetzt, die gleichzeitig zum besseren Leben für alle führen?
Commoning (von latein. communis; von cum und munus; engl. to common; dt. etwa gemeinsames Tun, Gemeinschaffen) bezeichnet selbstorganisiertes und bedürfnisorientiertes gemeinsames Produzieren, Verwalten, Pflegen und/oder Nutzen. Dabei bringen die Beteiligten ihre Fähigkeiten ein und bestimmen miteinander über Art und Umfang des Umgangs mit den Ressourcen und Produkten. Commoning benennt somit jene sozialen Praktiken, die sich als „ebenbürtiges Miteinander im gemeinsamen Tun“ beschreiben lassen. (Quelle: Wikipedia)