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Aus für die Uranfabriken – Keine neuen AKW in den Niederlanden - Sonntagsspaziergänge auch 2024

Von BBU

Mitglieder niederländischer und deutscher Umwelt- und Friedensinitiativen haben am Sonntag in Gronau bei einem Vernetzungstreffen die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und Almelo (NL) sowie der Uran-Brennelementefabrik in Lingen gefordert. Außerdem wurden die Pläne zum Neubau von Atomkraftwerken in 
den Niederlanden strikt abgelehnt. 

Vor dem Vernetzungstreffen hat an der umstrittenen Uranfabrik in Gronau der traditionelle, monatlich stattfindende Sonntagsspaziergang stattgefunden. Aktuell fand er zum Jahresanfang als Neujahrsspaziergang statt. Wie gewohnt nahmen Mitglieder niederländischer und deutscher Umwelt- und Friedensorganisationen teil. Für Gesprächsstoff sorgten dabei auch die bevorstehenden Proteste in Ahaus (14.1.) gegen Atommülltransporte aus Jülich und in Lingen (Standort der letzten Brennelementefabrik in der Bundesrepublik; Demonstration am 20.1.). 

Beim Neujahrsspaziergang in Gronau wurden u. a. aktuelle Informationen zum Atommüll-Endlager-Projekt Schacht Konrad (Niedersachsen) verteilt. Im Schacht Konrad soll zukünftig auch Uranmüll aus Gronau gelagert werden. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau teilt die Auffassung der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, dass der Schacht Konrad nicht als Atommüll-Endlager geeignet ist. 

Weiterhin wurde bei dem Neujahrsspaziergang eine Unterschriftenliste (Sammeleinspruch) gegen aktuelle Pläne zur Erweiterung der Produktpalette bei der Brennelementefabrik Lingen verbreitet. Einsprüche können bis Anfang März gesammelt und eingereicht werden. 

Bei dem Vernetzungstreffen der Initiativen wurde bekräftigt, dass weiterhin Mitglieder niederländischer und deutscher Initiativen und Verbände an den monatlichen Sonntagsspaziergängen an der Gronauer Urananreicherungsanlage teilnehmen wollen. Die Gründe für die Ablehnung der Urananreicherung in Gronau (und auch in Almelo) sind vielfältig: In den Anlagen und in den Lagerstätten für Uranhexafluorid kann es zu Störfällen und Freisetzungen von Uranhexafluorid kommen. Freisetzungen kann es auch bei Transportunfällen geben und auch durch kriegerische oder terroristische Angriffe, zum Beispiel mit Drohnen. Uranhexafluorid ist radioaktiv und chemisch sehr brisant. 

Am 3. März findet, wenige Tage vor dem Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima (Japan, 11.3.), der 450. Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage statt. 

Weitere Themen bei dem Vernetzungstreffen waren die Ostermarschaktivitäten (Ende März) und der Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl (Ukraine, 26. April). 

Weitere Informationen: https://bbu-online.de <https://bbu-online.de>
https://ostermarsch-gronau.de <https://ostermarsch-gronau.de>
https://www.enschedevoorvrede.nl <https://www.enschedevoorvrede.nl>