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Atomland NRW: 39 Jahre Urananreicherung in Gronau

Von BBU

NRW-Landesregierung muss endlich die Urananreicherung und Urantransporte stoppen 

Anti-Atomkraft-Initiativen aus Gronau und dem Münsterland, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdientgegnerInnen (Landesverband NRW) fordern gemeinsam die sofortige Stilllegung der umstrittenen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau, für die es bisher keinerlei 
Laufzeitbegrenzung gibt. Aktueller Anlass der erneuten Forderung nach Stilllegung der bundesweit einzigartigen Anlage ist der Jahrestag der Inbetriebnahme der ersten Anlagenteile vor genau 39 Jahren (am 15.8.1985). 

Die Gronauer Urananreicherungsanlage birgt viele Gefahren. In der Anlage wird das radioaktive und chemisch brisante Uranhexafluorid verarbeitet und der gefährliche Stoff wird mit zahlreichen LKW und Sonderzügen von und nach Gronau transportiert – quer durch NRW und weit darüber hinaus.. Der bisher schwerste Störfall in der Anlage hat sich 2010 ereignet. Dabei wurde ein Mitarbeiter in der Anlage kontaminiert. Der Uranmüll, der in der Anlage anfällt (abgereichertes Uranhexafluorid) wird in Containern unter freiem Himmel neben der Urananreicherungsanlage gelagert, wurde aber auch (unter Protest) in großen Mengen nach Russland und Frankreich exportiert. 

Die Anti-Atomkraft-Initiativen, der BBU und die DFG-VK NRW kritisieren, dass nach der Stilllegung der letzten Atomkraftwerke in der Bundesrepublik in Gronau weiterhin Uran für den Einsatz in internationalen Atomkraftwerken vorbereitet wird. Betrieben wird die Gronauer Uranfabrik vom Urenco-Konzern, an dem auch die Energieunternehmen RWE und E.ON maßgeblich beteiligt sind. 

Keine neuen Atommüllprojekte – Gesamte Uranfabrik stilllegen! 

Ebenso wie im Iran arbeitet die Gronauer Urananreicherungsanlage nach dem Zentrifugenverfahren, mit dem auch Uran für Atomwaffen hergestellt werden kann.. Auf aktuelle Kritik stößt der geplante Bau einer Halle neben der Urananreicherungsanlage, in der alte Uranzentrifugen gelagert werden sollen, sowie der geplante Bau einer Atomschrottanlage, in der die Zentrifugen weiter verarbeitet werdensollen. Für den Bau der Zentrifugen-Lagerhalle hat Urenco bereits einen atomrechtlichen Genehmigungsantrag bei der NRW-Atomaufsicht gestellt. Die NRW-Atomaufsicht untersteht der NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne). 

Die Anti-Atomkraft-Initiativen, der BBU und die DFG-VK NRW fordern, dass Mona Neubaur und die gesamte NRW-Landesregierung den neuen Atommüllplänen in Gronau nicht tatenlos zusehen. Kernforderung der Anti-Atomkraft-Bewegung bleibt es zudem, dass im Sinne des beschlossenen Atomausstiegs auch die Uranreicherungsanlage in Gronau sowie die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) stillgelegt und die gefährlichen Urantransporte gestoppt werden. 

Am 1. September (Antikriegstag) wird an der UAA Gronau der nächste Sonntagsspaziergang stattfinden. Diese Spaziergänge, an denen sich regelmäßig Anti-Atomkraft- und Friedens-Initiativen aus dem Dreiländereck NRW-Niedersachsen-Niederlande beteiligen, finden seit Ende 1986 ununterbrochen immer am ersten Sonntag im Monat statt. 

Weitere Informationen: 

https://www.bbu-online.de/Presse.htm <https://www.bbu-online.de/Presse.htm> 

https://urantransport.de <https://urantransport.de> 

https://ostermarsch-gronau.de <https://ostermarsch-gronau.de> 

https://sofa-ms.de <https://sofa-ms.de> 

https://www.wise-uranium.org <https://www.wise-uranium.org> 

https://www.laka.org <https://www.laka.org> 

https://nrw.dfg-vk.de