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7. Januar 2024: Neujahrs-Sonntagsspaziergang mit Informationen an der Gronauer Urananreicherungsanlage

Von BBU

Der Weiterbetrieb der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) stößt auch im Jahr nach der Stilllegung der letzten drei Atomkraftwerke (in der Bundesrepublik) weiterhin auf Ablehnung. Am Sonntag (7. Januar 2024) findet an der umstrittenen Uranfabrik der traditionelle, monatlich stattfindende Sonntagsspaziergang statt. (Wie immer um 14 Uhr, Röntgenstraße 4). Aktuell wird der Spaziergang als Neujahrsspaziergang stattfinden. Wie gewohnt werden sich dabei Mitglieder niederländischer und deutscher Umwelt- und Friedensorganisationen treffen. Für Gesprächsstoff werden dabei auch die bevorstehenden Demonstrationen in Ahaus und Lingen, aber auch die Atommüll-Problematik, sorgen. 

In Ahaus findet am 14. Januar eine Demonstration gegen die drohenden Castor-Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus statt. Und am 20. Januar wird in Lingen gegen die dortige Brennelementefabrik demonstriert. Am Rande des Neujahrsspaziergangs an der Urananreicherungsanlage kann die Bildung von Fahrgemeinschaften zu den Demonstrationen in Ahaus und Lingen besprochen werden. 

Beim Neujahrsspaziergang werden aktuelle Informationen zum Atommüll-Endlager-Projekt Schacht Konrad und vom Naturschutzbund Deutschland verteilt, zudem ein Kalender für 2024 der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. Außerdem wird vor Ort eine Unterschriftenliste (Sammeleinspruch) gegen aktuelle Pläne zur Erweiterung der Produktpalette bei der Brennelementefabrik Lingen erhältlich sein. 

Für den Betrieb der Gronauer Uranfabrik gibt es eine vom NRW-Wirtschaftsministeriumausgestellte unbefristete Betriebsgenehmigung. Umweltverbände, Bürgerinitiativen und Friedensgruppen fordern gemeinsam die sofortige Stilllegung der Anlage, in der in großen Mengen Uranmüll anfällt und in der nach Umbauarbeiten auch Uran für Atomwaffen 
produziert werden könnte. 

Im Januar 2010 hat sich in der Gronauer Urananreicherungsanlage der bisher schwerste Störfall ereignet. Neben der Anlage wird in Gronau Uranmüll in Containern unter dem freien Himmel gelagert. Und der Betrieb der Uranfabrik ist mit zahlreichen hochgefährlichen Urantransporten von und nach Gronau verbunden. 

Die monatlich stattfindenden Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage zählen zu den bundesweit ältesten und kontinuierlichsten Aktivitäten der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung. 

Schon am Samstag (6. Januar) findet zudem die monatliche Friedensmahnwache in Enschede statt. Sie beginnt um 12 Uhr an der Straße „Van Loenshof“. Veranstalter ist die Initiative „Enschede voor vrede“, die sich auch gegen die Uranfabriken in Gronau und Lingen engagiert.