4. Februar 2024: 449. traditioneller Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage
Von BBU
Keine neue Atomschrotthalle! Kein weiterer Uranmüllexport!
Am Sonntag (4.2.2024) findet an der umstrittenen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau der traditionelle, monatlich stattfindende Sonntagsspaziergang statt. (Wie immer um 14 Uhr, Röntgenstraße 4). Es ist der 449. Sonntagsspaziergang in ununterbrochener Folge seit Ende 1986 (immer am ersten Sonntag im Monat). Wie gewohnt werden sich dabei
Mitglieder niederländischer und deutscher Umwelt- und Friedensorganisationen treffen. Für Gesprächsstoff werden die aktuellen Atommüll-Pläne des Urenco-Konzerns, der u. a. die Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo (NL) betreibt, sorgen.
Aktuell hat der Urenco-Konzern beantragt, neben der Gronauer Urananreicherungsanlage eine Halle zur Lagerung radioaktiv kontaminierter Uran-Zentrifugen zu bauen. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau bezeichnet den Bau dieser Atomschrotthalle als „vollkommen überflüssig“. Nach Auffassung des Arbeitskreises können die verstrahlten
Zentrifugen auch in der Urananreicherungsanlage gelagert werden.
Neben der Anlage wird in Gronau in großen Mengen Uranmüll in Containern unter dem freien Himmel gelagert. Und der Betrieb der Uranfabrik ist mit zahlreichen hochgefährlichen Urantransporten von und nach Gronau verbunden. Seit einigen Wochen befinden sich auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage auch wieder zahlreiche Bahnwaggons. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau vermutet, dass damit bald wieder Uranmüll von der Urananreicherungsanlage abtransportiert und exportiert werden soll. Bei einem Gespräch, das kürzlich mit der Atomaufsicht in Düsseldorf geführt wurde, wollte die Atomaufsicht keine Angaben zum Zielort des Uranmülls machen.
Für den Betrieb der Gronauer Uranfabrik gibt es eine vom NRW-Wirtschaftsministeriumausgestellte unbefristete Betriebsgenehmigung. Umweltverbände, Bürgerinitiativen und Friedensgruppen fordern gemeinsam die sofortige Stilllegung der Anlage, in der in großen Mengen Uranmüll anfällt und in der nach Umbauarbeiten auch Uran für Atomwaffen
produziert werden könnte.
Die monatlich stattfindenden Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage zählen zu den bundesweit ältesten und kontinuierlichsten Aktivitäten der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung.
Im Januar 2010 hat sich in der Gronauer Urananreicherungsanlage der bisher schwerste Störfall ereignet.
Schon am Samstag (3. Februar 2024) findet zudem die monatliche Friedensmahnwache in Enschede statt. Sie beginnt um 12 Uhr in der Innenstadt von Enschede an der Straße „Van Loenshof“. Veranstalter ist die Initiative „Enschede voor vrede“, die sich auch gegen die Uranfabriken in Gronau und Almelo engagiert.
Weitere Informationen: https://www.enschedevoorvrede.nl/agenda
<https://www.enschedevoorvrede.nl/agenda>, www.bbu-online.de
<http://www.bbu-online.de>, https://urantransport.de