Warnstreiks bei Banken werden ausgeweitet
von ver.di
Die Warnsteiks, zu denen ver.di nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde in Nordrhein-Westfalen aufgerufen hatte, werden weiter ausgedehnt. Gestreikt wird am Dienstag, dem 17. Juni, und Mittwoch, dem 18. Juni, im Saarland, in Niedersachsen und in Baden-Württemberg sowie am 20. Juni in Berlin und Brandenburg.
„Die starre Haltung der Arbeitgeber, ein Gehaltsangebot nur in einem Gesamtpaket mit der Möglichkeit zu Samstagarbeit abzugeben, verärgert die Beschäftigten und verschärft die Situation immer mehr.“
Uwe Spitzbarth, ver.di-Verhandlungsführer
„Die Arbeitgeber haben den Streik provoziert, weil sie auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt haben und nicht von ihrer Forderung nach regelmäßiger Samstagarbeit für Tausende von Beschäftigten aus allen Bereichen des Bankgeschäfts abrücken“, betont ver.di-Verhandlungsführer Uwe Spitzbarth. „Die starre Haltung der Arbeitgeber, ein Gehaltsangebot nur in einem Gesamtpaket mit der Möglichkeit zu Samstagarbeit abzugeben, verärgert die Beschäftigten und verschärft die Situation immer mehr.“
Die Bankbeschäftigten seien vom Verhalten ihrer Arbeitgeber enttäuscht. Sie würden sich nicht respektiert und wertgeschätzt fühlen. Daher sei eine Ausweitung der Warnstreiks erforderlich, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.
„Wir erwarten, dass die Arbeitgeber in der dritten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen und die Vorbedingung nach Ausweitung regelmäßiger Samstagarbeit vom Tisch nehmen“, erklärt der Gewerkschafter. Die Beschäftigten hätten bereits am 5. und am 12. Juni in Nordrhein-Westfalen deutlich gemacht, dass sie für diese Forderungen einstehen
Hier wird gestreikt
Am Dienstag treten die Beschäftigte der Sparkassen Saar, der Saar LB, der Hypovereinsbank und der Commerzbank im Saarland in den Warnstreik und kommen am Mittag zu einer Protestkundgebung am Kleinen Markt in Saarlouis zusammen.
Am Mittwoch treten Bankbeschäftigte in Baden-Württemberg in einen ganztägigen Warnstreik. Betroffen sind zahlreiche private und öffentliche Banken in Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe. Auch in Niedersachsen werden am Mittwoch Beschäftigte der privaten und öffentlichen Banken ganztags streiken. Betroffen sind hier Oldenburg, Hannover, Bremen und Braunschweig. In Berlin und Brandenburg treten die Beschäftigten privater und öffentlicher Banken am 20. Juni in den Warnstreik.
ver.di fordert für die rund 210.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes einen Sockelbetrag von 100 Euro plus 3,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Die dritte Verhandlungsrunde findet am 30. Juni in Wiesbaden statt.
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