Schluss mit dem Kirchturmdenken! - DGB sieht Gründung der Metropolregion Rheinland als Chance
Von DGB Düsseldorf
„In einer globalisierten Welt ist es für eine Region wichtig, sich auch international sichtbar zu machen und für seine Interessen gemeinsam einzustehen“, erklärt Sigrid Wolf, DGB-Regionsgeschäftsführerin Düsseldorf-Bergisch Land und Mittlerer Niederrhein. „Daher begrüßen die Gewerkschaften die heutige Gründung der Metropolregion Rheinland. Der Verein kann daran mitwirken, Wachstum und sozialversicherte Beschäftigung zu steigern. Davon profitiert dann nicht nur das Rheinland, sondern ganz Nordrhein-Westfalen.“
Akute Verkehrsprobleme in der Region zeigen, dass eine intensivere Zusammenarbeit besonders von Kommunen dringend nötig sei. Dies gilt zum Beispiel für die Umleitung der Verkehrsströme aufgrund der Teilsperrungen der A1-Brücke bei Leverkusen oder der A40-Brücke in Duisburg. „Es ist deshalb richtig, dass die Metropolregion Rheinland neben internationalem Standortmarketing auch die Schwerpunktthemen Verkehr und Infrastruktur angehen will“, so Wolf weiter.
Perspektivisch müsse die Metropolregion aber noch weitere Themen anpacken. „Der Fokus darf nicht allein auf wirtschaftlichen Kriterien liegen. Der Erfolg der Modellregion wird auch davon abhängen, ob es gelingt, die Lebensqualität der rund 8,5 Millionen Menschen, die hier leben, zu erhöhen. Hier geht es zum Beispiel darum, die wachsende soziale Ungleichheit aufzuhalten und sich für mehr Chancengleichheit einzusetzen. Außerdem erwarten wir, dass sich die Metropolregion für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stark macht. Das heißt: Sichere Beschäftigung zu fairen Löhnen,“ so Wolf abschließend.