DGB warnt vor sinkenden Renten und Altersarmut
Von DGB Düsseldorf
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat vor sinkenden Renten und zunehmender Altersarmut in Düsseldorf gewarnt. „Männer, die 2013 in Düsseldorf erstmals eine Altersrente bezogen haben, erhielten im Schnitt 880,61 Euro pro Monat. Frauen mussten mit 604,25 Euro auskommen“, erklärt Sigrid Wolf, Vorsitzende des DGB Stadtverbandes Düsseldorf. Anlass zur Sorge gebe dabei das ständig sinkende Rentenniveau. Hatten Neurentnerinnen und –rentner im Jahr 1990 noch Anspruch auf über 50 Prozent ihres durchschnittlichen Einkommens, müssen sie heute mit nur 45 Prozent auskommen. Dieser Trend wird sich mit dem demografischen Wandel noch verschärfen. „Wir müssen davon ausgehen, dass die heute junge Generation künftig wesentlich länger arbeiten muss und dennoch niedrigere Rentenansprüche erwirbt“, so Wolf weiter. Auch Durchschnittsverdiener_innen hätten damit immer größere Schwierigkeiten, ihren Lebensstandard auch nur annähernd aufrechtzuerhalten. Besonders hart trifft es aber Menschen mit kleinen Einkommen. Sie laufen sogar Gefahr, lediglich Rentenansprüche zu erwirtschaften, die unter dem Grundsicherungsniveau liegen.
Der DGB setzt sich dafür ein, diesem Trend konsequent gegenzusteuern. „Erstens müssen wir unser Rentensystem nachhaltig sichern. Wir schlagen vor, den Beitragssatz moderat anzuheben – von heute 18,9 Prozent auf schrittweise 22 Prozent bis 2030. Dadurch können weitere Rentenkürzungen verhindert und eine Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters ausgesetzt werden. Zudem brauchen wir mehr gute Arbeit. Faire Löhne sind die beste Garantie für auskömmliche Renten. Der von den Gewerkschaften durchgesetzte gesetzliche Mindestlohn ist ein wichtiger Schritt gegen Lohndumping, weitere Maßnahmen müssen folgen“, so Wolf abschließend zum heute veröffentlichten Rentenreport.
Datenquelle: Deutsche Rentenversicherung
Hier finden Sie den DGB NRW Rentenreport: https://nrw.dgb.de/-/7V5