Saartire: Regionalverband will Saarbrücker Schloss verkaufen
LINKE will Think Thank Center einrichten
Von Claude Michael Jung
Um von den hohen Kosten für den Unterhalt des Saarbrücker Schlosses wegzukommen, will der kommissarische Beauftragte für das Amt des Saarbrücker Regionalverbandsdirektors Ulf Huppert (FDP), sich von seinem Verwaltungssitz trennen. Dies berichten gewöhnlich gut unterrichtete Kreise aus dem Dunstfeld des Saar-FDP Politikers Huppert. Ein Angebot des Lebensmitteldiscounters ALDI-Süd, der im Saarbrücker Schloss die größte ALDI-Filiale der Welt einrichten wollte, lehnte der Regionalverband jedoch mit der Begründung ab, im Saarland werde nicht nur herumgewurstelt, sondern gerade auch der größte Käse aller Zeiten gemacht, deswegen habe man keinen Bedarf für die ALDI-Wurst und Käsetheke.
Weitere potente Käufer für den Stengelbau, eine italienisch-russische Mafiagruppe, sowie ein somalischer Immobilienfond mit besten internationalen Bankverbindungen und ein tibetisches Mönchskonsortium, die „Lama-Dalai-Group", sprangen in letzter Minute ab, als sie erfuhren, Oskar Lafontaine wolle nach seinem Comeback als saarländischer Ministerpräsident, die gesamte Schlossanlage beschlagnahmen und diese künftig für pompöse Staatsempfänge nützen.
Derweil wurde bekannt, dass DIE LINKE Saar das prachtvolle Saarbrücker Schloss, samt Schlossplatz und Gartenanlage erwerben wolle. Renate Schlüpfher, niedliche Pressereferentin des Saar LINKE-Chefs Rolf Linsler, sagte dem Finanzmagazin „Zappenduster", ihr Chef und der Landesschatzmeister hätten nach eingehender Begutachtung der strömenden Mitgliederbeiträge beschlossen, die komplette Schlossanlage als Verwaltungssitz des Landesverbandes zu erwerben. Weiter bestätigte Renate Schlüpfher, der Landesschatzmeister wolle, nach eigenem Gutdünken, für den Kauf der Immobilie die Mitgliedsbeiträge noch ein wenig anheben, sowie ab dem kommenden 1. Mai, die Beiträge für die nächsten drei Jahre im Voraus von den Konten der Parteimitglieder abbuchen. Abbuchungen nach Gutsherrenart seien durchaus gängige Praxis der Landesschatzmeisterei, so die schnuckelige Renate Schlüpfher abschließend.
„Endlich alles unter einem Dach", frohlockte die gesamte rote Mitgliedschaft des, über 2000 Mitglieder – Brutto- starken, LINKE Landesverbandes an der Saar und ihren Nebenbächen. Rachildis von Droste Wütherich, immobilienpolitische Sprecherin des Landesvorstands jubilierte in die Mikrofone und Notizblöcke der saarländischen Presseorgane, die neue Dienststelle werde unter anderem auch die, wie Pilze aus der Erde schiessenden, Landesarbeitsgemeinschaften der Partei beherbergen. Hierfür werde der gesamte linke Flügel des Schlosses renoviert. Schon in wenigen Wochen sollen Think Thanks wie die „LAG Brauereikultur" hier über die Wirtschaftskreisläufe von Fass und Flaschenbier beraten. Die „Arbeitsgemeinschaft geschäftstüchtiger Unternehmer" (LAG Flopp) wird neben der „LAG Exotische Tänze" und der „LAG Kleinkariert" in trauter Eintracht ihre verantwortungsvolle Arbeit aufnehmen, so die rote Freifrau Rachildis von Droste Wütherich.
Zahllosen Medienberichten zu Folge, wird DIE LINKE.Saar am Vorabend des anstehenden 1.Mai im blauen Salon des Saarbrücker Hotels „Grand Filou" mehreren Dutzend handverlesenen Pressevertretern aus dem In und Ausland, die zukünftige Verwendung des Schlossplatzes, als Exerzierplatz der Parteijugend unter die Weste jubeln. Hierfür sei eigens bei einem chinesischen Regisseur ein zweistündiger Animationsfilm in Auftrag gegeben worden, teilte das Amt des Landeszeremonienmeisters mit.
Unterdessen wurde bekannt, dass Saar-LINKE-Chef Rolf Linsler in einem Saarbrücker Baumarkt eine Auswahl Gartenmöbel geordert hat, zur Ausgestaltung des Schlossgartens. Neben einer Hüpfburg für die Parteijugend, mehreren Dutzend Liegen mit Sonnenschirm und Kühltaschen für Wurtsbrötchen und Flaschenbier hat Linsler auch auf Anraten des karnevalspolitischen Beraters der Partei eine musikberieselte, rote Hollywoodschaukel zu seiner Entspannung nach anstrengenden Sitzungen des Landesvorstands angeschafft.
Wie weiter bekannt wurde, hat DIE LINKE.Saar bereits die Stelle eines Jägermeisters für den Schlosspark und das gesamte Areal des Saarbrücker Kremls ausgeschrieben. Wie gemunkelt wird, soll der künftige Jäger über fundierte Fachkenntnisse im Bereich der Maulwurfjagd verfügen, sowie Wilderern in der Mitgliederdatei des Landesverbandes das Handwerk legen.