DSK ist zur Gefahr für die Region und die Menschen geworden
Profit geht über alles!!! - DSK hinterlässt Trümmerhaufen!
Saarbrücken (sk) - Das Erdbeben mit der Stärke 4,0 auf der Richterskala im Raum Saarwellingen ist der Gipfel dessen, was die DSK mit ihrem geradezu barbarischen Raubbau an Natur, sozialem Besitzstand und Lebensqualität den Menschen in der Primsmulde seit Jahren zumutet.
Trotz schwerwiegender sozialer Auswirkungen und jahrelanger Proteste hält der Konzern an rücksichtslosen Abbaumethoden fest. Dies erweist sich nicht nur als verantwortungslos gegenüber den Bewohnern des Abbaugebietes. Dieses Verhalten ist auch verantwortungslos gegenüber den Bergarbeitern und ihren Familien, gegenüber der arbeitenden Bevölkerung des Saarlandes insgesamt.
Es ist eingetreten, was zu befürchten war: die DSK hat mit ihrer Politik, das Abbaufeld so kostengünstig wie möglich abräumen, selbst eine Lage provoziert, die jetzt zur vorzeitigen Schließung der Grube Ensdorf und damit der Kohleförderung im Saarland führen kann.
Triebkraft ihrer brutalen Abbauplanung und Abbaupraxis ist letztlich der profitorientierte Wettlauf der Bergwerksstandorte als Bestandteil ihrer Konzernpolitik. Die Ruhrkohle (RAG) und die Deutsche Steinkohle AG tragen die volle Verantwortung für diese Entwicklung. Konzernen, die sich weltweit als führende Rohstoff- und Technologiekonzerne aufstellen wollen, sind die Lebensbedingungen der Menschen egal, weil dies ihrer Profitlogik entspricht. Hier sollten Bergbaubeschäftigte und Bergbaugegner ihren emeinsamen Gegner erkennen.
Aber auch die CDU-Landesregierung muss in ihrer Verantwortung gestellt werden. Sie steht bekanntlich für das alternativlose Plattmachen des Bergbaus und steht nun vor einem wirtschafts- und energiepolitischen Scherbenhaufen. Sie hat es versäumt, energiepolitische Konzeptionen, die auch die Kohlenutzung einbeziehen und ausreichend alternative Arbeitsplätze schaffen, zu entwickeln. Sie heuchelt Verbundenheit mit den Bergbaubetroffenen und ist unfähig für eine Wirtschafts- und Industriepolitik im Interesse der arbeitenden Menschen.
Es ist höchste Zeit, in diesem Land über neue Eigentumsstrukturen nachzudenken. Nicht nur für die DKP ist die Vergesellschaftung des Bergbaus und der Energiewirtschaft unter demokratischer Kontrolle die absolut zeitgemäße, ökologisch und sozial zukunftsweisende Lösung für grundlegende gesellschaftliche Probleme.
Diese Frage ist eine aktuelle Herausforderung für die gesamte Linke im Saarland. Die DKP im Saarland fordert erneut:
• Kein Kohleabbau mehr unter bewohntem Gebiet! - Volle Entschädigung der Bergbaugeschädigten durch die DSK! - Für einen weiteren Kohleabbau an alternativen Standorten unter Einsatz sicherer Abbaumethoden und -techniken!
Die DKP Saarland steht für die Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen insbesondere durch die DSK und einer Landes-Beschäftigungsgesellschaft unter Mitbestimmung der Beschäftigten und der Gewerkschaften! - Das Übel an der Wurzel packen, die Macht der Großkonzerne knacken!