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Die Pfalz im Wochenrückblick

Was die Mainstreammedien gerne verschweigen

Von Stefan Gleser

Montag

Helle Aufregung in Pirmasens. Die örtliche Brauerei bittet alle seit September 1996 abgefüllten Flaschen und Fässer zur heimischen Sudpfanne. Grund für die ungewöhnliche Rückrufaktion: Der Braumeister hatte schlicht vergessen, Blaumacher reinzuschmeissen. Das Gesundheitsamt warnt vor der Illusion, mehr als 10 Jahre Nüchternheit seien an einem Tag zu beheben.

Dienstag

Aus dem Gesellschaftsleben berichtet unser Klatschreporter . Die deutsch-amerikanische Freundschaft stand im Mittelpunkt des Edgar-Hoover-Transvestitenball, den das Polizeipräsidium Westpfalz zu Ehren ihres großen Kollegen veranstaltete. Den ersten Preis errang Hauptwachmeister Erwin W. im klassischen kleinen Schwarzen und sein Diensthund in einem Plisseeröckchen, das auf´s Betörendste Nostalgie mit akuellem Modebewusstsein verwob. Siegerpokal, Hasso und Herrchen nächtigen derweil im Hundezwinger des Präsidiums, da Frauchen die sofortige Scheidung eingereicht hat. Wir meinen: Schön, wenn es im harten, oft frustrierenden Alltagsdienst unserer Vollzugsbeamten noch ein wenig menschelt.

Mittwoch

„Elf gute Gründe für einen Selbstmord. Eure Mannschaft vom Betze." Die neue Werbekampagne des 1. FC Kaiserslautern konfrontiert seine Anhänger mit der brutalst möglichen Wahrheit. In der vierten Liga gibt´s nur dann dicke Managergehälter, wenn der Fan sein letztes Hemd hergibt.

Donnerstag

„Kiffen wie einst Ernst Jünger". Erfrischend unkonventionelle Akzente setzt die Junge Union in Landstuhl gegen die Politikverdrossenheit deutscher Jugend.

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Angesichts der oft drögen und bürgerfernen Sprache der Politik, wird man diesen volldröhnenden Veranstaltungshinweis zu schätzen wissen.

Freitag

Schwere Wochen liegen hinter unserem Landesvater. Unter den Niederlagen die bitterste, war wohl ein schlichter Zettel auf seinem Schreibtisch. Anschauend graust es selbst dem Büromaterial: „Ich radiere jetzt für die Linkspartei. Dein Ratzefummel."

Samstag

Völlig losgelöst von flacher Technologiegläubigkeit und blindem Fortschrittsglauben haben die Forscher des Fraunhofer Instituts in Kaiserslautern den ersten unbrauchbaren Bierdeckel entwickelt. „Wir müssen uns endlich von der Ideologie des Machbarkeitswahns des 20. Jahrhunderts verabschieden", so der philosophisch beschlagene Projektleiter als er einen ziemlich wackligen Kerzenhalter, auf dem es nimmer mehr ein Schoppenglas aushält, vorstellte. Die Limonadenindustrie ist an einer Großserie interessiert.

 

Sonntag

Die Pfälzer Christenheit kann frohlocken. Der Speyrer Bischof will die Seligsprechung für den Leberknödel einleiten. Die Völlerei der Eingeborenen („So, das war der letzte.") rottete ihn bekanntlich völlig aus. Erst Missionare aus Bayern führten den Leberknödel wieder ein, was wesentlich zur Bekehrung der Heimat beitrug.