AfD-Parteitag durch Blockaden mehr als eine Stunde verzögert
Tausende hindern AfD Mitglieder am Eingang - Großdemonstration am Nachmittag
Von IL
Am Vormittag haben tausende die Anfahrtswege des AfD-Parteitags in Hannover blockiert und zahlreiche Funktionäre am Eintritt gehindert.
Der Parteitag wurde massiv verzögert. Am Blockadebündnis ‚Unsere Alternative heisst Solidarität‘ beteiligten sich Aktive aus Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Jugendverbänden und der interventionistischen Linken (iL).
„Wir kämpfen für radikale Demokratie, Klimagerechtigkeit, grenzenlose Solidarität und einen echten Ausweg aus diesem brutalen Chaos. Als rassistische, unsoziale und faschistoide Partei ist die AfD uns ein Stein im Weg, den wir bekämpfen müssen“, so IL-Sprecher Frank Gerber.
Die Polizei löste eine Blockade gewalttätig auf, berichtet Frank Gerber:
„Ein Wasserwerfereinsatz bei Temperaturen um den Gefrierpunkt setzt die Gesundheit vieler Demonstrierender aufs Spiel.“ „Klar ist es kalt, aber die Geschichte hat uns gelehrt, dass es sich lohnt auch in der Kälte gegen Rechte zu kämpfen. Der Tag ist für uns noch nicht vorbei. Am Nachmittag werden wir die größte Anti-AfD-Demonstration erleben, die es in Deutschland je gegeben hat,“ sagt IL-Sprecherin Ronja Schönberg.
Die IL hatte bereits im Wahlkampf in vielen Städten Veranstaltungen und Infostände der AfD behindert. Sie hat angekündigt, auch nach der Wahl an ihrem Kurs festzuhalten:
„Wir wollen den rollenden Schneeball zertreten, bevor er zur Lawine wird“, sagt IL-Sprecherin Ronja Schönberg. „Die Parteien, die wir kennen setzen seit Jahrzehnten eine neoliberale Politik gegen die Menschen durch. Die AfD arbeitet daran diese Zustände sogar noch zu verschärfen und treibt die Spaltung der Gesellschaft weiter voran. Das mag legal sein, aber nicht legitim“, sagt Ronja Schönberg.