Veranstaltung zur Revolte in Frankreich. - Gelbwestenaufstand

01.01.20
NRWNRW, Köln, Frankreich 

 

Von Horst Hilse

Die Kraftprobe mit der Regierung im Nachbarland Frankreich dauert an und was dort geschieht, wird hierzulande von den Medien weitgehend verschwiegen.

"Wir sollten uns vertrauen"  - Der Aufstand der Gelben Westen
lautet der Titel eines aktuellen Buches, das die in Paris lebende Französin Luisa Michael verfasste.
Die Autorin wird aus ihem Buch vorlesen und über die Gelbwestenbewegung diskutieren.

WANN? -  Donnerstag 16. Januar    um 19.30 Uhr
WO? - Naturfreundehaus Köln - Kalk , Kapellenstraße 9a 

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Einige Informationen zur aktuellen Revolte im Nachbarland von den letzten 10 Tagen  (meinem facebook account entnommen)

STREIK IN DER SCHULE, STREIK IN DER FABRIK - Unsere Antwort auf eure Politik

Während man in hiesigen Medienkonzernen das Streikgespenst möglichst schwarz ausmalt, wird in Frankreich bereits seit 22 Tagen gestreikt.

Hiesige Medien verschweigen weitgehend die starke Mobilisierung im Nachbarland.. Die Mehrheit der Franzosen befürworten auch nach 22 Tagen den großen Streik.
Damit dauert der Streik länger als 1995 wo es um dieselbe Frage ging. Damals hatte Alain Juppé das "Reformgesetz" zur Erhöhung des Rentenalters schliesslich zurückgezogen.
Die Regierung Macron dagegen macht mal Urlaub und Macron selbst ist nach Marrakesch gejettet. Sie setzen darauf, dass der Streik bröckeln wird, da es ja fast keine Streikgelder gibt. Daher werden viele Betriebe auch nicht durchgehend bestreikt, sondern oftmals einige Tage , unterbrochen von Arbeitszeiten. Ob das Kalkül der Regierung aufgeht, hängt vom Grad der Radikalisierung in den Belegschaften und der Spendenbereitschaft der Bevölkerung ab.
In den Fernsehstationen jagen sich die Debattenrunden der "Experten", wie diese Auseinandersetzung enden könnte. Die Kämpfe um die öffentliche Meinung sind in vollem Gange.Die Situation ist kompliziert: Die Gewerkschaften sind unsicher.

Seitdem die CGT auch die Belegschaften der großen Benzinlager in den Streik zieht und damit gedroht hat, einige Atommeiler runterzufahren, warnen andere Gewerkschaften vor einer weiteren Eskalationen.
Währenddessen bilden sich in den Belegschaften vielfach "Einheitskomitees" verschiedener Gewerkschaften gemeinsam mit Gelbwesten als betriebliche Streikleitungen.Sie treiben die Radikalisierung voran und organisieren eigene Kundgebungen. Gestern mobilisierten sie einige zehntausende in Paris zur Kundgebung. Das wiederholt sich auch in allen größeren Städten. Die ungleiche Reichtumsverteilung steht bei diesen Kundgebungen im Vordergrund.
Immer häufiger kommt es vor, dass Gewerkschaftsführer und linke Politiker*innen mit Kundgebungen in den Betrieben und den Sprechchören "on laché rien" - "Wir lassen nicht locker" konfrontiert sind. Es wird der unbegrenzte Generalstreik verlangt. An vorderster Front sind hier die Eisenbahner.
In einigen Streikkomitees wird darüber diskutiert, ob man bis 9 Januar durchstreikt, Aktionen organisiert (um die Arbeitslosen in die Kämpfe einzubinden) und dann zu einer großen nationalen Kundgebung aufruft.

Melenchon (Abgeordneter von La France insoumise- unbeugsames Frankreich)  hat erklärt, dass er die Bewegung in jedem Fall weiterhin unterstützen wird. Vor der Verselbständigung der Basisstrukturen haben nicht nur rechte Politiker Angst. Die Gewerkschaftsführungen agieren ebenfalls sehr sehr vorsichtig, da sie um ihren Einfluss in den Betrieben fürchten.

Es zeigt sich, dass in den Streikzentren die radikaleren Gewerkschaften, wie SUD und Gelbwesten einen Zulauf haben.https://www.youtube.com/watch…

..BASISDEMOKRATIE in Betrieben - Clevere Idee eines Streikkomitees der Eisenbahner: AUSTAUSCH DER ARGUMENTE- Die Rede des Premierministers Philippe wird im Lautsprecherwagen abgespielt -  mit Unterbrechungen und es erfolgen in den Pausen Antworten der Kollegen vor Ort. Alle stimmen für unbegrenzte Streikverlängerung..https://www.youtube.com/watch?v=S6WwT0Ijl-U

MARSEILLE: Hafen ist blockiert und die Belegschaft demonstriert mit Feuerwehrleuten und anderen streikenden Belegschaften in der Stadt...-- https://www.youtube.com/watch?v=wNfdW7rjbUM           

RUNTER VON DER COUCH NACH DEM WEIHNACHTSSCHMAUS . . .Die Convergence, die Zusammenführung aller Proteste mit den Gewerkschaften ist endlich  gelungen. Eine Grossdemo jagt in Paris und in anderen großen Zentren Frankreichs derzeit die nächste. Jeweils sind viele Kilometer zu laufen. Gestern waren es wieder die Gelbwesten, die zur 59 ten Kampfdemo aufriefen. Die Gewerkschaften mit ihren großen Ballons sind jetzt unübersehbar dabei. Es ist eine soziale Revolte mit Millionen beteiligter Menschen, die durch Frankreich rollt.Schon lange geht es nicht mehr um Benzinpreise und Steuern, sondern die Lebensform im Kapitalismus rückt mehr und mehr in den Vordergrund. "Wem gehören die Straßen?" Uns! "Es wird krachen!" "Maloche und Konsum- Schnauze!" Diese Parolen sind heute in allen Großstädten zu hören.In Marseille, dem viertgrößten Hafen Europas ruht der Betrieb. Eisenbahnen, Banken, Unis,Konzerthäuser und Museen werden bestreikt. Die zwölf getöteten Gelbwesten im Jahresverlauf, die vielen tausende Verletzte und die über 4000 Gefängnisinsassen der Gelbwestenbewegung haben die Radikalisierung massiv vorangetrieben. Aktuell wird die Radikalisierung und Bewusstseinsbildung durch Polizeischläge auch bei vielen Streikposten vor den Betrieben durch die Staatsmacht vorangetrieben. Angesichts der sozialen Massenbewegung schmelzen die Rechtsradikalen momentan wie Schnee an der Sonne dahin. Die Regierung glaubt, sie könne das ganze "aussitzen". Ihre Rechnung kann nur dann aufgehen, wenn auf Seiten der Massenbewegung ängstliche Bürokraten aus Angst vor der Spontanität die Bewegung "runterkochen", statt den Schwung für wirkliche strukturelle Veränderungen zu nutzen.

.. https://www.youtube.com/watch?v=8haIP0FuARM&   fbclid=IwAR1y9PbVNGNq3FNi9z3Yq8PImieoWnCo4CTi7vTgDyjLPGotsyMsdmL463A       

BLOCKADE des größten europäischen Großmarktes 13 km vor Paris... https://www.youtube.com/watch?v=qitLFhebitA&fbclid=IwAR29M2Hrt_8bPP3hhyNT7C1okhBRcdbeumCOry0dsPmQ4ahFzOKIfY9aIws      

POLIZEI schlägt auch schon mal auf Journalisten.. https://www.youtube.com/watch?v=1EDxBcp_i50

POLIZEI prügelt Streikposten um den angeheuerten rückgratlosen Lurchen von Streikbrecher den Weg freizuprügeln... https://www.youtube.com/watch?v=Q8Ul2zfFOe8 

POLIZEI prügelt ----   einer der Streikbrecher gibt auf und verlässt den Bus, wird aber sofort durch einen anderen Widerling ersetzt

  .. https://www.youtube.com/watch?v=HXfq7x0mSM8    







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