Solidarität mit Zozan - Kinder schützen statt entmündigen

09.01.20
NRWNRW, Ruhrgebiet, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Die kurdische Community ist eine der größten migrantischen Gruppen in Deutschland. Wie kaum eine andere ist ihr politisches Engagement allerdings von Kriminalisierung durch Behörden geprägt. Dies bekommt derzeit die kurdische Aktivistin und Mutter Zozan aus Oberhausen zu spüren. Ihr droht der Entzug des Sorgerechts für ihre fünf Kinder, weil eine ihrer Töchter an einer Solidaritätsaktion mit dem Hungerstreik in der Türkei teilgenommen hat.

Jules El-Khatib, migrationspolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE in NRW, erklärt dazu: "Dass ein deutsches Gericht jetzt darüber entscheidet, ob politisches Engagement für eine linke Bewegung zum Entzug des Sorgerechts führen kann, ist ein Höhepunkt in der Kriminalisierung linker migrantischer Gruppen durch Behörden. Wenn ein 13-jähriges Mädchen protestiert, dann ist dies ihr gutes und vom Grundgesetz gedecktes Recht. Wenn sich ein Teenager politisch informiert und beteiligt, dann ist das lobenswert und kein Grund, ihre Familie auseinander zu reißen. Statt dieser möglichen Repression muss die Kriminalisierung der kurdischen Community in Deutschland beendet werden, und die Bundesregierung muss sich für die mehr als 50 in der Türkei inhaftierten deutschen Staatsbürger*innen sowie alle anderen politischen Gefangenen einsetzen."

Die LINKE.NRW unterstützt die Proteste der Iniative "Solidarität mit Zozan und ihren Kindern" am 22. Januar 2020 um 08.30 Uhr auf dem Friedensplatz in Oberhausen.







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