Olympia 2032 in NRW? Nur nach Referendum!

02.09.20
NRWNRW, Kultur, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

„Olympia 2032 in NRW – die NRW-Regierung muss sich um Probleme des Landes kümmern statt um Prestigeprojekte", empört sich Jules El-Khatib, stellvertretender Landessprecher von DIE LINKE NRW. Ein Konsortium aus Wirtschaft und Politik hat vor Ausbruch der Pandemie kräftig die Werbetrommel für Olympia 2032 in NRW gerührt. NRW solle sich mit seiner vorhandenen Sportlandschaft mit 14 Kommunen für Olympia bewerben, der „Rest" sei schnell stemmbar. „Wir als LINKE meinen jedoch: Ohne Beteiligung der Bevölkerung bei der Bewerbung geht es nicht", ergänzt Iris Bernert-Leushacke, Landesvorstandsmitglied und für sportpolitische Fragen mitzuständig.

„Die vergangenen Olympia-Bewerbungen haben gezeigt: Ratsbürgerentscheide in 14 einzelnen Kommunen sind nicht der richtige Weg, um die Bürger*innen angemessen zu beteiligen. Auch ein Volksbegehren mit seinen hohen Hürden von 1,2 Millionen Unterschriften in NRW ist kein guter Weg. Es könnte durch das Landesparlament eine gesetzliche Regelung erfolgen, die ein Referendum zum Thema Olympia vorsieht. Der bürgerfreundlichste Weg insgesamt, nicht nur für Olympia, wäre eine gesetzliche Regelung für 'fakultative Referenden', denn sie könnten nicht nur das Thema Olympia, sondern auch andere politische Entscheidungen untermauern", fasst Bernert-Leushacke zusammen.

Das Thema Olympia wirft viele infrastrukturelle Fragen und Probleme auf, die sich nicht schnell beheben lassen. Allein der Ausbau des Schienenverkehrs innerhalb des Ruhrgebiets für zu erwartende Besucherströme während einer Olympiade ließe sich nicht in der zur Verfügung stehenden Zeit durchführen. „Gegen den Ausbau von Sportstätten ist nichts einzuwenden, nur sollten sie vor allem der gesamten Bevölkerung inklusive des Schulsports dienen, nicht allein einem Vier-Wochen-Event wie Olympia", so El-Khatib abschließend.







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