Diabetes-Erkrankungen auf Rekordhoch - Landesregierung muss jetzt handeln

22.01.20
NRWNRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Zu viel Fett, Salz und Zucker in Kombination mit zu wenig Bewegung sind typische Faktoren welche die Entstehung von Diabetes Mellitus Typ 2 begünstigen. Neueste Zahlen des Landesministeriums für Gesundheit belegen nun, dass bereits jede zehnte Person in NRW an Diabetes leidet. Während Diabetes Typ 1 eine nicht zu verhindernde Autoimmunkrankheit darstellt, welche vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen entsteht, ist Typ 2 in der Regel auf einen ungesunden Lebensstil und nicht zuletzt auf Defizite in den Versorgungsstrukturen begründet. Für den gesundheitspolitischen Sprecher der Partei DIE LINKE in NRW, Sascha H. Wagner, ist diese Entwicklung nicht zuletzt auch auf den mangelnden Willen der Politik zurückzuführen: „Viel zu lange ist das Thema mit Verweis auf die Verhaltensgewohnheiten der Menschen abgewimmelt worden. Doch beispielsweise Kinder und Heranwachsende, insbesondere aus finanziell benachteiligten Haushalten, sind auf den Willen und die Kompetenz der Politik angewiesen.“

Eine unumgängliche Maßnahme zur Eindämmung der Krankheit stellt aus der Sicht von Wagner der sogenannte Nutriscore dar: „Mittels eines Ampelsystems sind krankmachende Inhaltsstoffe leicht verständlich ersichtlich. Auf Bundesebene ist dieser vielversprechende Ansatz von der zuständigen Ministerin Klöckner (CDU) leider nur auf freiwilliger Basis zustande gekommen. Den Nutriscore gilt es, hinsichtlich der allein in NRW lebenden zwei Millionen Erkrankten als Verpflichtung für die Lebensmittelhersteller einzuführen. Die Verpflichtung der Lebensmittelhersteller für ein einheitliches Ampelsystem wäre ein wichtiger Beitrag zur Prävention vor Neuerkrankungen. Doch auch die bereits heute Betroffenen sind auf eine vollumfängliche, einheitliche und barrierefreie Versorgung angewiesen.“

„Auf Landesebene müssen wir in Anbetracht dessen leider feststellen, dass sich die schwarz-gelbe Landesregierung einer oder einem Beauftragten für das Thema verweigert. Damit die Menschen frühzeitig erreicht und schwerwiegende Folgeerkrankungen bestmöglich verhindert werden können, müssen die bestehenden Versorgungsstrukturen jedoch mit genau solchen Ansätzen gestärkt, ausgebaut und weiter vernetzt werden. Mit der hieraus resultierenden infrastrukturellen Vereinheitlichung des Versorgungsnetzes wäre viel im Kampf gegen die Volkskrankheit gewonnen. Denn nicht nur die praktizierenden Akteure im Gesundheitswesen sondern auch die Politik sind in der Pflicht, den Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, so Wagner abschließend.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz