Landesregierung versagt bei der Armutsbekämpfung

12.12.19
NRWNRW, News 

 

Das Ruhrgebiet – einst eine prosperierende Industrieregion – ist heute Problemregion Nummer eins, sagt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Denn der mit 5,8 Millionen Einwohner*innen größte Ballungsraum Deutschlands weist eine Armutsquote von 21,1 Prozent auf. Das geht aus dem heute (12. Dezember 2019) veröffentlichten Armutsbericht des Paritätischen hervor.

 

„Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, dass die Landesregierung es in den vergangenen Jahren nicht geschafft hat, einen funktionierenden Masterplan zur Armutsbeseitigung zu entwickeln. Sie hat schlichtweg versagt“, kommentiert Sefika Minte, sozialpolitische Sprecherin der Partei DIE LINKE. NRW.

 

Nordrhein-Westfalen als Ganzes hat nicht nur die höchste Armutsquote unter den großen Flächenregionen, sondern zeigt im Zehnjahresvergleich auch die mit Abstand schlechteste Entwicklung. Dies ist ein weiteres Ergebnis der Studie. „Doch Armut ist kein unveränderbares Schicksal. Sie ist Ausdruck politischen Versagens. Wenn durch die Realpolitik ein kleiner Teil der Gesellschaft immer reicher werden kann, wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer tiefer. Auch dies belegt der Bericht des Paritätischen“, sagt Sefika Minte.

 

„Armut darf in unseren Städten keinen Platz haben. In einer reichen Gesellschaft ist Armut eine Schande. Sie ist menschenunwürdig und bedeutet für die betroffenen Menschen den Ausschluss von sozialer und kultureller Teilhabe“, schreibt DIE LINKE. NRW in ihren Leitlinien für die kommende Kommunalwahl und setzt sich für eine Sozial- und Arbeitsmarktpolitik ein, die menschenwürdig, sanktionsfrei und nicht-repressiv ist. Sie soll sich am Wohl der Menschen orientieren und in tarifgebundene Beschäftigung investieren.

 







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